Ein Blog als Einladung – nicht als Anklage

Ich mache diesen Blog nicht aus Freude am Skandal.
Ich habe lange geschwiegen. Ich habe gehofft.
Ich habe geschrieben, remonstriert, gefragt.
Ich wurde nicht gehört. Nicht gesehen.
Ich habe mich eingesetzt – für Gerechtigkeit.
Für Schülerinnen. Für Kolleginnen. Für Mitmenschen.
Und ja: Auch für mich.
Weil ich daran glaube, dass Schule ein Ort sein kann,
an dem Menschen gesehen werden. Gehört. Geachtet.
Aber ich mache jetzt ein Angebot – und dieses Angebot ist aufrichtig und ernst:
Dieser Blog endet genau in dem Moment, in dem ich spüre, dass etwas passiert.
Dass endlich mit mir gesprochen wird – nicht über mich.
Dass sich jemand wahrhaftig der Dinge annimmt.
Dass ein Gespräch auf Augenhöhe möglich ist –
ohne Hierarchien, ohne Machtspiele.
Nicht als Geste der Gnade.
Sondern als Akt der Gerechtigkeit.
Denn wer das Unrecht sieht – und schweigt –,
macht sich mitschuldig.
Worauf man sich hier einstellen kann
Die ganze Wahrheit kommt nicht auf einmal.
Sie kommt in Teilen.
So wie auch ich sie erlebt habe – über Jahre hinweg.
Es wird um Licht und Dunkel gehen,
um Begeisterung und Schmerz,
um Hoffnung, Erschütterung – und vielleicht Heilung.
In den nächsten Monaten werde ich den Fokus auf das Licht legen.
Auf das, was Schule sein kann, wenn sie gelingt.
Ich werde auch schreiben über die Psyche, über Beamtenrechte,
über meine eigene Entwicklung – Schritt für Schritt.
Die ganze Wahrheit?
Die kommt später.
Aber sie kommt.
Und trotzdem…
Ich rechne nicht damit, dass dieses Angebot angenommen wird.
Ich rechne nicht damit, dass das Staatsministerium den Mut findet,
mit mir zu sprechen – ehrlich, respektvoll, ohne Druck.
Ich rechne nicht damit, dass man sich wahrhaftig mit mir auseinandersetzt.
Dass man sich fragt, was all das mit einem Menschen macht,
der sich über Jahre für andere eingesetzt hat –
und daran krank wurde.
Stattdessen habe ich den Eindruck,
dass weiter mit den Mitteln des Drucks gearbeitet wird.
Obwohl ärztlich mehrfach bescheinigt wurde,
dass ich durch diese Entwicklungen schwer erkrankt bin –
psychisch, seelisch, körperlich.
Ich rechne – offen oder hinterrücks – mit möglichen Disziplinarmaßnahmen.
Denn so war es bisher.
Nicht Gespräch.
Nicht Fürsorge.
Nicht Verantwortung.
Sondern Kontrolle.
Schweigen.
Machtausübung.
Aber dennoch:
Ich schreibe.
Ich erzähle.
Ich stehe.
Weil ich weiß, was richtig ist.
Weil ich mich eingesetzt habe –
nicht nur für mich, sondern für andere.
Weil ich glaube, dass Gerechtigkeit möglich ist.
Und weil ich weiß, dass Wahrheit heilen kann –
wenn man sie nicht länger verdrängt.
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💬 Was bedeutet dir „Gespräch auf Augenhöhe“ – in Schule, in Behörden, im Leben?
Ich freue mich über deine Gedanken in den Kommentaren.
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