Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

  • Ein Wintertag, über Wochen geplant.
    Ein Tag, der verbinden sollte – Schülerinnen, Kolleginnen, Schule.
    Doch dann kam der Schnee. Immer mehr. Immer dichter.
    Und plötzlich lag die Entscheidung bei mir: durchziehen – oder absagen?

    ➡️ Was danach passierte, wurde zu meinem ersten echten Lehrer-Moment.
    Ein Moment voller Verantwortung, Zweifel – und Klarheit.

    👉 Hier weiterlesen:

  • Wie meine zweite Lehrprobe im Fach Musik mit „Hells Bells“, Basslinien und einer aufblasbaren Gitarre begann –
    und warum genau das der Start in eine ganz besondere Stunde wurde.
    👉 Jetzt lesen: Mit einer aufblasbaren Gitarre zur Eins

  • Die Zeugnisse in der Hand, Bon Jovi im Ohr – und ein ganzer Saal voller Glück.
    Wie aus einer Abschlussfeier ein unvergesslicher Abend wurde –
    für die Schülerinnen, für uns Referendarinnen und für mich ganz persönlich.

    👉 Jetzt lesen: Bienvenue, Abschlussklasse!

  • Ein spontaner Konzertbesuch mit Schüler*innen, ein Wagon voller Musik –
    und ein Moment, in dem Schule einfach nur echt war.
    Wie die Wise Guys uns einen Abend voller Gemeinschaft, Gänsehaut und Gesang schenkten.

    👉 Jetzt lesen: A Cappella, S-Bahn und ganz viel Herz – mit den Wise Guys auf Tour“

  • Wer Missstände erkennt und nichts sagt, wird Teil des Problems.

    Doch Hinweisgeben ist kein Anschwärzen – es ist ein Akt von Verantwortung, Mut und Vertrauen.

    Warum das Hinweisgeberschutzgesetz mehr ist als ein Paragraph – und was es mit Haltung zu tun hat, liest du hier:

    👉Hier geht es zum Beitrag!

  • Doch wie geht man richtig vor?

    Missstände melden braucht Mut – aber auch einen Plan.

    Was ist der erste Schritt? Wann melde ich intern, wann extern?

    Und wer hilft mir, wenn ich nicht mehr weiterweiß?

    In meinem neuen Blogbeitrag findest du:

    eine klare Checkliste, realistische Tipps, unabhängige Anlaufstellen.

    Damit du nicht allein dastehst.

    👉 Hier geht es zum Beitrag!

  • Du hast etwas beobachtet.
    Vielleicht klein. Vielleicht groß.
    Aber du spürst: Das sollte man nicht einfach übergehen.

    Das Hinweisgeberschutzgesetz zeigt dir den Weg:
    Intern melden – wenn Vertrauen da ist.
    Extern melden – wenn du Schutz brauchst.
    Öffentlich – nur im Ernstfall.

    Und: Behörden müssen dich aktiv informieren.
    Tun sie das nicht? Dann verstoßen sie gegen das Gesetz.

    👉Hier geht’s zum Beitrag

  • Weil die Regierung den Schutz für Whistleblower viel zu spät umsetzte, hat der Europäische Gerichtshof Strafzahlungen verhängt.
    Die EU-Richtlinie war längst bindend – doch Deutschland zögerte.
    Ein Versäumnis mit Folgen.

    👉Hier geht’s zum Beitrag

  • Wie aus Unterricht ein unvergesslicher Abend wurde:
    La Traviata. Große Musik. Aufregung. Eleganz.
    Und mittendrin eine 10. Klasse – und ich, ohne Anzug.
    Ein Erlebnis, das zeigt, was Schule auch sein kann:
    Gemeinschaft, Erlebnis, echtes Leben.

    👉 Jetzt lesen: La Traviata und kein Anzug – ein Opernabend, der bleibt

  • Du planst, du strukturierst – und plötzlich schwimmst du.
    Meine erste Sport-Lehrprobe war nicht perfekt. Aber sie war echt.
    Was ich aus diesem Erlebnis gelernt habe?
    Dass Lehrer*innen nicht funktionieren müssen –
    sondern fühlen, reflektieren und wachsen dürfen.

    👉 Jetzt lesen: Schwitzen, Stolpern, Staunen – meine erste Lehrprobe im Fach Sport

  • Was tun, wenn eine Schülerin ganz selbstverständlich bittet, ihre Halskette zu schließen?
    Wie viel Nähe ist erlaubt – und wo beginnt professionelle Distanz?
    Mein Sportunterricht in der 6. Klasse war mehr als Bewegung:
    Ein Lernfeld für Haltung, Feingefühl und pädagogische Verantwortung.

    👉 Zum Beitrag: Grenzen wahren – Nähe zulassen?“

  • Wertschätzung, gute Begleitung, ein menschlicher Start ins Lehrerdasein – ja, all das hatte ich.
    Aber mein Referendariat bedeutete auch: leisten, reflektieren, mitdenken.
    Protokolle, Lehrversuche, Verantwortung – und der ständige Takt des Lernens.
    Es war fordernd. Aber auf die richtige Weise.
    Nicht Druck, sondern Herausforderung.
    Und genau darin lag die Chance, zu wachsen.

    👉 Zum Beitrag: Leisten, wachsen, mitdenken – warum Referendariat auch Arbeit bedeutet“

  • Ein Skilager. Ein Platz, der frei wurde. Ein Junge, der plötzlich strahlte. Und ein Kommentar, der mich daran erinnert, dass man als Lehrer oft mehr bewegt, als man selbst weiß.

    Diesmal teile ich nicht nur den Kommentar – sondern auch ein paar ganz persönliche Gedanken.

    Hier geht’s zum Beitrag

  • Whistleblower decken auf, was andere verschweigen – und stehen oft alleine da.
    Was sie erleben, warum sie so wichtig für unsere Gesellschaft sind – und wie die EU sie besser schützen will.
    👉 Jetzt im Blog weiterlesen

  • Was passiert, wenn du Missstände aufdeckst – und was die EU dagegen tut, dass du dafür bestraft wirst.
    Die neue Hinweisgeberschutzrichtlinie ist mehr als nur ein Gesetz: Sie ist ein Schutzschild für alle, die den Mut haben, die Wahrheit zu sagen.
    👉 Jetzt lesen, warum das für uns alle wichtig ist.

  • „Gimme Hope Jo’anna“ – meine erste Musikstunde im Referendariat.
    Ein Lied über Hoffnung, Widerstand und Apartheid – und ein Unterrichtsmoment, den ich nie vergessen werde.
    Nicht perfekt. Aber echt.
    👉 Jetzt lesen: Meine erste gehaltene Stunde – Musik, Mut und ein Lied gegen die Apartheid

  • Wie fühlt sich der Einstieg ins Lehrersein wirklich an?
    In meinem ersten Halbjahr durfte ich erleben, wie aus Zuschauen Mitgestalten wurde – und wie wertvoll es ist, wenn man begleitet, bestärkt und ernst genommen wird.
    Zwischen Musikraum, Turnhalle und Theorieeinheiten begann etwas, das viel mehr war als Ausbildung:
    Ein langsames, ehrliches Hineinwachsen in den Beruf.

    👉 Zum Beitrag: Meine ersten Wochen im Referendariat – vom Mitlaufen zum Mitgestalten

  • 16. Februar 2004.
    Mein erster Tag als Referendar für Sport und Musik – und bayernweit der einzige mit genau dieser Fächerkombination.
    Was folgte, war kein Sprung ins kalte Wasser, sondern ein Einstieg voller Struktur, Klarheit und Vertrauen.

    In Gauting begann mein Referendariat.
    Nicht mit Druck, Angst oder Härte – sondern mit echter pädagogischer Haltung, mit Offenheit, mit Menschen, die Bildung lebten.

    Was ich dort erleben durfte, hat mich geprägt.
    Ich wurde ernst genommen, gefördert – und willkommen geheißen.
    Und ich wusste: So kann Schule sein. So soll sie sein.

    Ein Rückblick auf einen ersten Tag, der mehr war als ein Beginn:
    Ein Fundament. Ein Versprechen. Ein Stück Berufung.

    👉 Hier geht’s zum Beitrag: Mein erster Tag als Referendar – ein Anfang voller Aufbruch und Menschlichkeit“

  • Ein neuer Abschnitt auf diesem Blog – und eine Reise zurück an den Anfang.
    Zurück ins Referendariat.
    Was oft mit Angst erzählt wird, beginnt hier mit Dankbarkeit:
    Denn mein Start ins Lehrerleben war geprägt von Vertrauen, Menschlichkeit und Freude.
    Ein Beitrag über Ankommen, Aufgehobensein –
    und darüber, wie heilsam ein gelungener Anfang sein kann.

    [→ Zum Beitrag]

  • Ein Blog als Einladung – nicht als Anklage


    Gerechtigkeit beginnt mit Zuhören

    Ich schreibe nicht, um zu klagen.
    Ich schreibe, um einzuladen.

    Dieser Blog ist ein Angebot – an das Staatsministerium, an alle, die zuhören wollen.
    Ein Angebot zum Gespräch. Auf Augenhöhe. Ohne Machtspiele. Ohne Mauern.

    Ich habe mich für Gerechtigkeit eingesetzt – für Schülerinnen, Kolleginnen, Mitmenschen.
    Und ich werde weiter schreiben. Über Licht und Dunkel.
    Über Schule, über Psyche, über das Menschliche im System.

    Die ganze Wahrheit?
    Die kommt später.
    Aber sie kommt.

    ➡️ Jetzt weiterlesen.

  • Was passiert, wenn das, was einmal getragen hat, langsam kippt?
    Wenn Vertrauen schwindet – und Kontrolle an seine Stelle tritt?

    In diesem Beitrag erzähle ich von den Jahren, in denen sich etwas veränderte.
    Zunächst leise. Fast unsichtbar.
    Aber spürbar.

    Ich erzähle vom Moment, als aus Mitgestaltung Machterhalt wurde.
    Von Entscheidungen, die nicht mehr gemeinsam getroffen, sondern von oben durchgesetzt wurden.
    Von einem System, das sich immer weiter verschließt – für Dialog, für Entwicklung, für Menschlichkeit.

    Es ist der zweite Schritt auf meiner Reise.
    Der Weg, der vom Licht langsam in den Schatten führt.
    Und doch: Ich erzähle nicht aus Groll. Sondern aus Verantwortung.

    Und dann geschah etwas, das ich lange nicht aussprechen konnte.
    Etwas, das alles veränderte.

    ➡️ Klick auf Weiterlesen, um zu erfahren, wie aus einem feinen Riss ein Bruch wurde – und warum ich trotzdem nicht schweige.

  • Ein Lehrer. Eine Berufung. Unzählige Erlebnisse.
    Zwischen Klassenzimmer und Skihütte, zwischen Jonglierbällen und leuchtenden Augen – hier beginnt die Reise eines Menschen, der Schule nicht nur gelebt, sondern mit ganzem Herzen gestaltet hat.
    Ein Blog über Mut, Verbindung, Freude – und das, was Schule sein kann, wenn man sie lässt.

    👉 Hier weiterlesen…

  • Es gibt Menschen, die verändern ein Leben – nicht laut, nicht auffällig, sondern durch Klarheit, Haltung und Menschlichkeit.

    Für mich war dieser Mensch Peter Riedl.
    Von 2006 bis 2012 war er mein Schulleiter – und mehr als das: Orientierung, Rückhalt, Vertrauensperson.
    Er hat gesehen, was ich tat. Und wer ich war.
    Er hat gefordert, aber nie überfordert.
    Er hat getragen – auch, als andere gingen.

    Bis heute begleitet er mich.
    Als Ratgeber. Als Mensch.
    Als jemand, der nicht wegsieht, wenn etwas aus dem Lot gerät.

    Ohne ihn wäre vieles zerbrochen. Vielleicht auch ich.

    Diese Würdigung ist ein Dank.
    Und ein Zeichen dafür, wie viel ein Mensch bewirken kann – wenn er auf der Seite des Menschen bleibt.

    ➡️ Weiterlesen

  • Ich habe mein Blogprojekt offen gegenüber dem Staatsministerium angekündigt – transparent, begründet und im Einklang mit meinem Hinweisgeberstatus.

    Warum ich das tue, was mich bewegt – und warum ich diesen Schritt als notwendig empfinde:

    👉 Zur Erklärung

  • Warum der Unterschied entscheidend ist – und wie er Mobbing begünstigen kann
    📅 April 3, 2025


    Was passiert, wenn nicht mehr Kompetenz, sondern Zugehörigkeit zählt?
    Wenn Loyalität wichtiger wird als Leistung?
    In diesem Beitrag erzähle ich von einem Wandel, den viele kennen – aber kaum jemand offen anspricht:
    Wie emotionale Hierarchien entstehen, warum sie so gefährlich sind –
    und was das alles mit Mobbing zu tun hat.
    👉 Weiterlesen


  • Wenn Schüler zu Weggefährten werden.
    Eine Nachricht. Zur richtigen Zeit.
    Ein Briefwechsel zwischen Lehrer und ehemaligem Schüler – über Respekt, Brüche, Heilung.
    Über das, was bleibt, wenn Rollen verblassen.
    Ein ehrlicher Dank.
    Und eine Antwort, die vielleicht mehr Menschen gilt als nur einem.

    👉 „Antwort an Jonas“ lesen


  • Ich habe eine Diagnose.
    Und ich verstecke sie nicht.
    Sie ist kein Makel, sondern Teil meiner Geschichte.

    Ein tiefes Bedürfnis nach Echtheit, ein Drang, zu sprechen – auch wenn das System lieber schweigen will.

    In diesem Text erzähle ich, wie ich krank wurde – nicht trotz meiner Empfindsamkeit, sondern weil sie im falschen System nicht gehalten wurde.
    Und wie genau diese Verletzlichkeit heute mein Antrieb ist.

    👉 Jetzt lesen

  • Wer war Gustl Mollath?
    Wer war Wilhelm Schlötterer?
    Und warum erinnern sich Menschen an sie, wenn ich meine Geschichte erzähle?


    Gustl Mollath
    ein Mechaniker aus Nürnberg.
    2003 äußert er den Verdacht,
    dass seine damalige Ehefrau
    illegale Schwarzgeldtransfers in die Schweiz tätigt.
    Er meldet es – an Behörden, Banken, Gerichte.
    Man glaubt ihm nicht.
    Ein Gutachten – erstellt ohne persönliche Untersuchung –
    erklärt ihn für wahnhaft.
    2006 wird er in die Psychiatrie eingewiesen.
    Sieben Jahre lang.
    Bis ein interner Bericht der HypoVereinsbank bestätigt:
    Er hatte recht.


    Wilhelm Schlötterer
    langjähriger Beamter im bayerischen Finanzministerium.
    Er weigerte sich, Parteifreunden der CSU
    steuerliche Vorteile zu gewähren.
    Er wurde versetzt.
    Kaltgestellt.
    Ausgebremst.
    Später schrieb er das Buch:
    „Macht und Missbrauch – von Strauß bis Seehofer“
    und wurde zur Stimme derer,
    die in der Loyalität zum Dienstherrn
    nicht die Pflicht zum Schweigen sehen.


    Wenn ich meine Geschichte erzähle, höre ich oft:
    „Das klingt ein bisschen wie Mollath.“
    Und ich weiß, was sie meinen.


    Ich bin nicht Mollath.
    Ich bin nicht Schlötterer.
    Aber ich habe erlebt,
    was ihnen widerfuhr – im Kleinen.
    Nicht weil ich falsch lag –
    sondern weil ich nicht gepasst habe.


    Ich habe Missstände gemeldet.
    Nicht einmal.
    Nicht vage.
    Sondern vielfach. Substantiell.
    Ich habe sie intern adressiert:
    Dienstaufsichtsbeschwerden –
    Remonstrationen –
    Petitionen –
    Hinweise an interne und externe Meldestellen.
    Ich habe nie dramatisiert.
    Ich habe dokumentiert.
    Und vertraut,
    dass das System für den Schutz der Wahrheit offen ist.
    Doch das System hat mich ausgeschlossen.


    Ich wurde aus dem Dienst genommen.
    Man setzte mich ins Verbot.
    Offiziell wegen meines Gesundheitszustands.
    Inoffiziell, weil ich unbequem war.
    Dann legte ich Widerspruch ein.
    Aber:
    Über meinen Widerspruch wurde nicht entschieden.
    Er wurde einfach –
    ohne Begründung – aufgehoben.
    Ausgelöscht.

    Als hätte ich nie gesprochen.


    Ich habe niemandem geschadet.
    Ich habe niemanden bedroht.
    Und doch wurde ich dargestellt –
    als Gefahr.
    Nicht durch Worte.
    Sondern durch subtile Bilder.
    Flurgespräche.
    Sanktionen.
    Entzug.


    Nicht mein Verhalten machte mich zur Zielscheibe.
    Sondern mein Wesen.


    Auch Gustl Mollath wurde als Gefahr betrachtet.
    Nicht, weil er gefährlich war –
    sondern, weil das, was er sagte,
    das System selbst in Gefahr brachte.
    Auch ihm wurde kein Gehör geschenkt.
    Auch bei ihm entschied man über ihn –
    aber nicht mit ihm.


    Und dann war da noch das Gesetz.

    Die EU-Richtlinie zum Hinweisgeberschutz
    gibt es seit 2019.
    Sie soll Menschen wie mich schützen.
    Doch Deutschland setzte sie zu spät um –
    erst 2023.
    Und auch danach funktionierte nichts:
    Die interne Meldestelle war nicht erreichbar –
    die externe überlastet –
    der Schutz: ein Versprechen,
    aber kein Schild.


    Ich meldete.
    Ich wartete.
    Ich wurde ignoriert.


    Und jetzt? Jetzt schreibe ich.
    Weil ich nicht mehr schweigen kann.
    Weil ich weiß:
    Nicht die Wahrheit macht krank –
    sondern ihr Verschweigen.


    Ich bin nicht Mollath.
    Ich bin nicht Schlötterer.
    Ich bin ich.
    Aber ich schreibe,
    weil ich gesehen habe,
    wie schnell man in einem Rechtsstaat übersehen werden kann.
    Und weil ich nicht will,
    dass jemand irgendwann über mich sagt:
    „Hätte man ihm damals nur zugehört.“

  • „Worte sind der Anfang. Wahrheit ist der Weg. Schreiben ist mein Aufstehen.“


    Der Bruch des Schweigens

    Ich schreibe, weil ich nicht mehr schweigen kann.
    Weil zu viel geschehen ist.
    Weil zu viel verdrängt wurde –
    in mir,
    im System.

    Ich schreibe, weil ich wahrhaftig bin.
    Weil ich erlebt habe, was nicht sein darf –
    aber doch geschieht.
    Weil ich gesehen habe, was das mit einem Menschen macht:
    Mit der Seele.
    Mit dem Körper.
    Mit dem Vertrauen.


    Was Geschichten bewirken

    Ich schreibe,
    weil ich gespürt habe, wie Sprache heilen kann.
    Wie Geschichten verbinden.
    Wie Erfahrungen – so unterschiedlich sie auch sein mögen –
    einander berühren können.
    Still. Tief. Wahr.


    Zwischen Fehlern und Aufrichtigkeit

    Ich schreibe nicht, weil ich alles richtig gemacht habe.
    Im Gegenteil.
    Ich war manchmal zu laut,
    manchmal zu still.
    Manchmal zu stolz,
    manchmal zu verletzt.

    Aber:
    Ich war ehrlich. Ich war aufrichtig. Ich war auf der Suche nach dem Guten.


    Vom Fallen und Aufstehen

    Ich schreibe,
    weil ich gefallen bin.
    Und weil ich wieder aufgestanden bin.
    Nicht triumphierend,
    sondern tastend.
    Schritt für Schritt.

    Ich habe das System von innen gesehen.
    Ich habe gehofft, vertraut, gemeldet, begründet, gekämpft.
    Ich bin alle Wege gegangen, die man mir nannte.
    Und irgendwann habe ich verstanden:
    Das Schweigen ist Teil des Problems.


    Keine Angst mehr

    Ich schreibe,
    weil ich keine Angst mehr habe.
    Weil Angst das ist, womit das System funktioniert.
    Womit es diszipliniert.
    Womit es Menschen vereinzelt.

    Aber ich bin nicht mehr allein.
    Und ich lasse mich nicht mehr vereinzeln.


    Schreiben als Heilung

    Ich schreibe,
    weil es mich heilt.
    Und vielleicht auch andere.
    Weil Worte Türen öffnen können – nach innen und nach außen.


    Meine Geschichte – unsere Geschichte

    Ich schreibe,
    weil meine Geschichte nicht nur meine ist.
    Weil hinter vielen geschlossenen Türen
    ähnliche Geschichten liegen.

    Ich glaube,
    dass wir gemeinsam etwas verändern können.
    Dass aus Wunden Kraft wachsen kann.
    Und aus Wahrheit Verbindung.

  • Ich bin Hias.
    Lehrer. Vater. Künstler.
    Und ein Mensch, der gelernt hat, zu überleben – in einem System, das nicht für Verletzlichkeit gemacht ist.

    Ich habe geliebt, was ich tat. Ich war engagiert, klar, nah bei meinen Schülern.
    Ich war Personalratsvorsitzender, Verbindungslehrer, Ansprechpartner.
    Und ich war gut. Ich war gerne Lehrer – mit ganzem Herzen, mit Leidenschaft, mit innerem Feuer.

    Schon im Referendariat war das spürbar:
    Ich schloss mit Bestnoten ab, erhielt durchweg hervorragende Rückmeldungen.
    Auch die Jahre danach waren getragen von Anerkennung, Vertrauen und Verantwortung.
    Ich galt als vielseitig, belastbar und geeignet – auch für Leitungsfunktionen.


    Der Wendepunkt

    Dann kam der Wechsel in der Schulleitung.
    Und mit ihm – langsam, schleichend, aber unaufhaltsam – eine andere Realität.

    Was dann folgte, war ein innerer Zerfall:
    Verwaltungsdruck. Dienstaufsicht. Gerichtsverfahren.
    Amtsärztliche Untersuchungen. Psychische Zusammenbrüche.
    Und eine lange Reise durch die Schatten – Klinik, Therapie, Stille.

    Ich bin nicht krank geworden, weil ich schwach bin.
    Ich bin krank geworden, weil ich jahrelang gegen eine Wand aus Schweigen, Macht und Wegsehen gerannt bin.

    Doch heute stehe ich hier – nicht, weil alles gut ist.
    Sondern weil ich nicht mehr schweige.


    Was mich gehalten hat

    Vielleicht waren es die Nächte mit dem Feuer – meine Auftritte als Feuerkünstler.
    Wenn alles brannte – außen wie innen – war es das Spiel mit dem Feuer, das mich zurück ins Leben führte.
    Ein Moment von Präsenz, Ausdruck, Atem.

    Und es gab Menschen.
    Einen ehemaligen Schulleiter, der mich kannte, förderte, schützte.
    Von 2006 bis 2012 habe ich unter ihm arbeiten dürfen – klar, gerecht, menschlich.
    Bis heute begleitet er mich.
    Und er hat mir geholfen, rechtlich sauber und mutig meinen Weg zu gehen.

    Ich schreibe – weil ich lebe.
    Und ich lebe – weil ich gespürt habe, dass ich brennen darf, ohne zu verbrennen.


    Was mich bewegt

    Ich schreibe über das, was mir widerfahren ist.
    Weil ich glaube, dass Schweigen krank macht – und dass Worte heilen können.

    Ich schreibe über
    – Beamtenrecht
    – Mobbing
    – Fürsorgepflicht
    – Depression
    – Klinik
    – Inneres Kind
    – Feuerkunst
    – Mut
    – Heilung


    Was du hier findest

    Dieser Blog ist keine Anklage.
    Er ist ein Ruf nach Menschlichkeit.
    Ein Erfahrungsraum.
    Ein Tagebuch.
    Eine Erinnerung daran, dass wir uns nicht verlieren müssen – auch wenn das System es versucht.

    Ich freue mich, wenn du mitliest, dich erkennst
    und vielleicht merkst:
    Du bist nicht allein.


    Verwundet im Dienst – und trotzdem aufrecht.

    Dein
    Hias

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