
1980, Olympische Winterspiele in Lake Placid.
Der junge Jochen Behle läuft im 15-km-Rennen. Kaum jemand kennt ihn, aber plötzlich liegt er weit vorne. Die deutschen Zuschauer sind elektrisiert – doch die Fernsehkameras zeigen ihn nicht.
Und der ZDF-Reporter Bruno Moravetz fragt immer wieder:
„Wo ist Behle?“
Eine Frage, die über Nacht in die Sportgeschichte einging. Behle wurde mit Platz 15 nicht Olympiasieger, aber durch dieses „Verschwinden im Bild“ plötzlich in ganz Deutschland bekannt.
Heute – 45 Jahre später – stelle ich mir dieselbe Frage.
Nur geht es nicht um einen Langläufer, sondern um einen Leitzordner.
Am 08.05.2025 schrieb das Ministerium selbst:
„5 Bände Personalakte + 1 Leitzordner Schriftverkehr“ wurden an die Disziplinarbehörde geschickt (siehe Anlage)
Doch als die Akten beim Verwaltungsgericht landeten, waren es nur noch:
4 Bände + 1 Beiakt (siehe Anlage).
Der Leitzordner – der Ordner mit meinem Schriftverkehr, meinen Eingaben, meinen Beschwerden, meiner Stimme – fehlt.
Ich war vor Ort.
Ich habe telefoniert.
Ich habe Einsicht beantragt.
Und jedes Mal dasselbe Bild:
Beim Verwaltungsgericht nahm ich am 13.08.2025 Akteneinsicht: Fehlanzeige – der Leitzordner fehlte.
Beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof war ich gestern: wieder Fehlanzeige. Kein Leitzordner.
Bei der Landesanwaltschaft fragte ich nach: Fehlanzeige. Seit dem 21.08.2025 bekomme ich dort keine Einsicht in meiner Akten mehr.
Seit meinem Anruf gestern und der Einsichtnahme beim BayVGH weiß ich nun auch, warum. Wer sich die fünf Deckblätter der Personalakte genau ansieht, wird verstehen, weshalb … (siehe Anlage).
Und eines möchte ich an dieser Stelle explizit betonen:
Ein Disziplinarverfahren hat die Landesanwaltschaft nie eingeleitet.
Obwohl das Staatsministerium am 08.05.2025 offenkundig genau das angedacht hatte – wegen meines Blogs.
Die Landesanwaltschaft hat aber offensichtlich erkannt: Das Hinweisgeberschutzgesetz schützt Beamte, die Missstände offenlegen.
Jochen Behle wurde damals berühmt, weil er nicht im Bild war.
Und so bleibt bei mir die zentrale Frage im Verfahren offen, weil mein entlastender Leitzordner nicht in den Akten ist.
Damals fragte ganz Deutschland: „Wo ist Behle?“
Heute frage ich:
👉 Wo ist Leitzordner?
Und wer sich das untenstehende Video meiner Personalakteneinsicht am 29.04.2025 im Staatsministerium ansieht, wird erkennen:
Den Leitz-Ordner gibt es tatsächlich – und unglaublicherweise sogar noch eine siebte Akte. Die dem Gericht nicht zur Verfügung gestellte Akte betrifft das Verfahren aus dem Jahr 2023, als das Staatsministerium mich nach Kösching versetzen wollte, dort Datenschutzverstöße gerichtlich einreichte, mich dann ins VErbot der Führung der Dienstgeschäfte versetzte, mein Ruf an meiner Schule über fast ein Jahr beschädigt wurde und im Anschluss das Gericht das Verfahren zurückzog. Der SChulleiter wurde danach versetzt und ich in ein gesundheitsschädliches Schulklima ohne Fürsorgemaßnahmen zurückgeschickt.