
Wer den heutigen Beitrag von 8 Uhr gelesen hat, wird sich vielleicht gefragt haben:
Warum ist der obere Teil der abgebildeten Stellungnahme geschwärzt – während der untere, in dem ich in einem schlechten Licht erscheine, stehen bleibt? – hier die Stellungnahme
Die Antwort ist einfach – und gleichzeitig tief persönlich.
Oben geht es nicht um mich. Es geht um meine Tochter.
Sie ist Schülerin. Noch drei Monate.
Und genau in dieser Rolle wurde sie – ohne dienstliche Relevanz – in eine Stellungnahme aufgenommen, die später beim Verwaltungsgericht eingereicht wurde.
Verfasst wurde dieser Abschnitt von einer Mitarbeiterin der Schulleitung – auf Grundlage eines Deutschunterrichtsbeitrags.
Ein Gedicht. Ein Stilmittel. Ein Schulthema.
Doch aus einem schulischen Arbeitsauftrag wurde plötzlich ein Teil eines ministeriellen Verfahrens.
Ein Kind wurde in einen Konflikt hineingezogen, den es nie begonnen hat.
Und das hat Spuren hinterlassen.
Ich habe geschwärzt, weil ich schützen muss.
Was meine Tochter in den letzten Monaten erlebt hat, war zu viel.
Sie war in der Schule – und gleichzeitig unfreiwillig Teil eines größeren Konflikts.
Auch ihr Bruder war betroffen. Auch er wurde in diesen Strudel mit hineingezogen – emotional, schulisch, persönlich.
Und ja – die beteiligten Personen im Kollegium sind keine Unbekannten.
Mehr muss dazu im Moment nicht gesagt werden.
Fakt ist: Meine Tochter braucht noch drei Monate Schutz.
Danach steht es ihr – und auch mir – frei, über alles zu sprechen.
Und ja, es ist ihr Wunsch, dass irgendwann alles öffentlich wird.
Aber nicht jetzt. Denn jetzt zählt ihr Wohlergehen.
Und der untere Teil der Stellungnahme? Wo ich schlecht dastehe?
Den habe ich bewusst stehen lassen.
Nicht, weil ich ihm zustimme.
Sondern, weil ich mich dazu (noch) nicht äußern möchte.
Vielleicht tue ich es irgendwann. Vielleicht auch nicht.
Denn manchmal ist Schweigen nicht Schwäche, sondern Stärke.
Die Aussagen sprechen ohnehin für sich – und über den, der sie getroffen hat.
Nur eines will ich festhalten:
In der Woche nach meiner langen Erkrankung war ich vier Tage im Lehrerzimmer anwesend – ohne Stundenplan, ohne Einsatz, ohne Gespräch.
Ich habe mich gemeldet. Ich war bereit.
Und ich wurde ignoriert.
Ich habe das dokumentiert.
Ich habe es mehrfach weitergemeldet.
Und auch das wird noch seinen Platz finden. Offen. Transparent. Mit Belegen.
Es gibt Dinge, die müssen geschwärzt werden, um zu schützen.
Und es gibt Dinge, die dürfen nicht länger geschwärzt bleiben.
Alles zu seiner Zeit.