Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Vom Einstieg zur Anerkennung – Meine ersten Jahre als verbeamteter Lehrer

Im Februar 2006 begann mein Dienst als Lehrer auf Probe an der Staatlichen Realschule Ingolstadt.
Was folgte, war eine Phase des Aufbruchs, der Anerkennung – und des echten Gestaltens im Schulleben.
Schon nach wenigen Jahren wurde ich in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit übernommen – mit einer sehr guten dienstlichen Beurteilung.


Ein Start mit Haltung und Verantwortung

Ich wollte nicht einfach „mitlaufen“.
Ich wollte etwas bewegen – und tat das auch:

  • Verbindungslehrer mit engem Kontakt zur SMV
  • Organisator von Schulsportwettkämpfen
  • Gestalter von Schulfeiern und Musikprojekten
  • Aktives Mitglied im Personalrat
  • Und vor allem: Ein Lehrer mit Herz und Präsenz

Berufung ins Lehrteam der LASPO – Bewegung wurde Ausdruck

Ich wurde früh ins Lehrteam „Bewegungskünste“ der LASPO berufen – der Landesstelle für den Schulsport.
Dort durfte ich meine Leidenschaft für kreative Bewegung, Ausdruck und Körperbewusstsein einbringen.

Es war für mich mehr als ein Auftrag –
es war eine offizielle Bestätigung meiner pädagogischen Vision:
Dass Schule nicht nur kognitiv, sondern auch emotional und körperlich wirken darf.


Universitäres Vertrauen: Zweitprüfer in Eichstätt

Kurz darauf wurde ich Zweitprüfer im Fach Musik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Ich begleitete Examenskandidat:innen bei ihren Lehrproben, gab Rückmeldung, prüfte mit.
Und ich lernte: Auch Ausbildung braucht Verständnis, Tiefe – und Menschlichkeit.


Peter Riedl – Der Mensch hinter der Struktur

Mein Schulleiter war Peter Riedl – und er war mehr als eine Funktion.
Er war Mentor, Vorbild, Möglichmacher.

Sein Führungsstil:

  • Klar in der Sache
  • Fair im Ton
  • Vertrauensvoll im Umgang

Er ließ Menschen wachsen, nicht Systeme verwalten.
Er hat mich wachsen lassen.

Falls Du mehr zu Peter Riedl wissen willst, lies hier weiter: Peter Riedl – mein Anker, mein Schutz, mein Maßstab


Anerkennung auf dem Papier – und im Miteinander

Meine Probezeitbeurteilung war ausgezeichnet –
und nach der Verbeamtung auf Lebenszeit wurde ich auch dienstlich hervorragend beurteilt.

Was darin besonders hervorgehoben wurde:

  • Mein unterrichtliches Engagement
  • Mein Beitrag zum Schulleben
  • Meine Teamfähigkeit und pädagogische Haltung
  • Meine Innovationskraft im Sport- und Musikbereich

Diese Beurteilung war nicht nur ein Verwaltungsakt –
sie war ein echtes Zeichen von Vertrauen und Anerkennung.


Rückblick

Diese Jahre waren erfüllt von Motivation, Vertrauen und echter Wirksamkeit.
Ich war angekommen – nicht nur auf dem Papier, sondern im pädagogischen Tun.
Ich spürte, wie Schule gelingen kann – wenn Menschen gesehen und unterstützt werden.

Dass dieser Geist Jahre später verloren ging, macht den Rückblick umso kostbarer.
Denn ich weiß: So kann Schule auch sein.