Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Strafanzeige wegen Aktenmanipulation und Vertuschung

Am 19.11.2024 stellte ich bei einer Personalakteneinsicht fest, dass meine Akte manipuliert war:
Zwei unbeschriftete Ordner – ausschließlich mit Dokumenten zu meiner Person – waren jahrelang hinter den Akten anderer Mitarbeiter versteckt worden. Bei früheren Einsichten wurden mir diese Ordner nicht vorgelegt. Der Verdacht liegt nahe: Es wurden gezielt Dokumente entfernt oder hinzugefügt, um mein dienstliches Ansehen zu beeinflussen und meine Rechte einzuschränken.

Unmittelbar danach reichte ich am 21.11.2024 eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ein (lies hier die Dienstaufsichtsbeschwerde:Mail_21.11.2024_geschwärzt) . Reaktion? Keine.
Das Staatsministerium hätte laut Beamtenstatusgesetz zwingend ermitteln müssen.
Stattdessen: Schweigen.

Wer sonst, wenn nicht das Ministerium, trägt die Verantwortung?

Darum stellte ich drei Monate später, am 18.02.2025, einen Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt – mit Verdacht auf mehrere Schwerpunkte (lies hier den Strafantrag: Strafantrag_Schreiben_18.02.2025_geschwärzt):

  • Urkundenunterdrückung (§ 274 StGB): Dokumente wurden zurückgehalten oder entfernt.
  • Urkundenfälschung (§ 267 StGB): Manipulierte oder veränderte Unterlagen können nicht ausgeschlossen werden.
  • Datenschutzverstöße (DSGVO, BayDSG): Unrechtmäßige Speicherung und Handhabung personenbezogener Daten.
  • Rechtsbeugung (§ 339 StGB) und Strafvereitelung im Amt (§ 258a StGB): Durch Untätigkeit und Verschleppung wurde eine Aufklärung verhindert.

Beweise liegen vor: Fotos von der Akteneinsicht, meine Dienstaufsichtsbeschwerde, Nachweise über frühere Beschwerden seit 2023, Schreiben an die Ministerin und den Amtschef, sowie die Meldung an die externe Meldestelle im Bundesamt für Justiz. Außerdem: Zeugen, die die versteckten Ordner bestätigen können.

Wer den Strafantrag liest, sieht sofort: Er ist aus Seebruck am Chiemsee geschrieben.

Dort, in Seebruck, schrieb ich am 18.02.2025 meinen Strafantrag an die Staatsanwaltschaft Ingolstadt. Denn zu diesem Zeitpunkt war ich nach einem psychischen Zusammenbruch in der Klinik Chiemseewinkel (lies hier: Ein Ort, der wirklich sieht oder Ein Ort, der mich zu mir geführt hat). Ausgelöst durch die am 05.12.2024 verfügte Abordnung nach Nürnberg und die gleichzeitig angeordnete amtsärztliche Attestpflicht, die faktisch nicht zu erfüllen war.

Es war bereits der zweite schwere Zusammenbruch, der unmittelbar auf Maßnahmen meines Dienstherrn zurückzuführen ist. Die Folge: ein erneuter Klinikaufenthalt. Dazu werde ich später noch mehr schreiben.

Und während ich in der Klinik um meine Stabilität kämpfen musste, ging das Staatsministerium den offenkundigen Missständen nicht einmal nach. Keine Ermittlungen, keine Aufklärung, kein Verantwortungsbewusstsein – obwohl es laut Beamtenstatusgesetz zur Amtsermittlung verpflichtet gewesen wäre..

Und weil das Staatsministerium die unterdrückten Schreiben weder an die Staatsanwaltschaft noch an die Landesanwaltschaft (Disziplinarbehörde) weitergeleitet hat, habe ich das vor ein paar Tagen eben selbst getan.

Ende Juli erhielt ich nämlich ein Schreiben wegen des Verdachts auf Rechtsbeugung.
Zunächst machte mir dieses Schreiben große Angst – ich befürchtete, dass womöglich gegen mich ermittelt werden könnte (lies hier:„Rechtsbeugung. Gegen mich.“).

Doch inzwischen scheint klar: Das Verfahren wurde an die Staatsanwaltschaft München I abgegeben – und es wird wohl gegen die richtigen Verantwortlichen ermittelt. Deshalb habe ich der Staatsanwaltschaft umfangreiche Unterlagen zur Verfügung gestellt – ebenso an die Landesanwaltschaft (Disziplinarbehörde) (lies hier: Montag: Mein Großkampftag).

Zusätzlich gravierend:
Die in den versteckten Ordnern gefundenen Schreiben befanden sich bei meiner Akteneinsichtnahme am 13.08.2025 im Gericht nicht in meiner Personalakte.

Das ist kein Versehen. Das ist ein Paradebeispiel für Vertuschung.

Lies hier: Skandal in meiner Personalakte: Warum ich den Landtag eingeschaltet habe