Was macht die Behörde mit deiner Petition?
- Die Stelle muss deine Eingabe entgegennehmen und prüfen
- Sie darf dich nicht benachteiligen
- Sie ist verpflichtet, dir eine Rückmeldung zu geben
Die Antwort kann:
- eine sachliche Stellungnahme enthalten
- die Forderung zurückweisen (mit Begründung)
- oder (selten, aber möglich) eine Veränderung anstoßen
Und wenn… nichts passiert?
Leider keine Seltenheit.
Dann gilt:
- Erinnerungsschreiben senden (nach 4–6 Wochen)
- höhere Stelle informieren
- ggf. öffentliche Petition starten (z. B. über change.org oder openpetition.de)
Öffentliche vs. interne Petition
| Interne Petition | Öffentliche Petition |
|---|---|
| Offiziell, rechtlich verankert (Art. 17 GG / Art. 7 BayBG) | Politisch öffentlich, aber nicht rechtsverbindlich |
| Sachlich, dienstlich, schriftlich | Emotional, mobilisierend, öffentlichkeitswirksam |
| Schutz vor Nachteilen garantiert | Aufmerksamkeit, aber auch Risiko der Bloßstellung |
| Gilt auch für Beamt:innen im aktiven Dienst | Vor allem für politische oder strukturelle Themen |
Warum sich Petitionen lohnen – selbst wenn sie abgelehnt werden
Weil sie zeigen:
- Ich bin nicht bereit zu schweigen
- Ich nehme meine Rechte wahr
- Ich dokumentiere strukturelle Missstände
- Und: Ich lasse das System nicht einfach weiterlaufen, wenn es Fehler macht
Fazit
Petitionen sind demokratische Werkzeuge.
Sie sind kein Bittbrief – sondern ein rechtlich geschützter Akt von Verantwortung.
Wer sie schreibt, übernimmt Verantwortung für sich – und oft auch für andere.
Lies noch einmal: Folge 1: Was ist das Petitionsrecht – und warum ist es so wichtig?
Lies noch einmal: Seite 2: Wie reiche ich eine Petition ein – Schritt für Schritt