Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Seite 1: Was ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde? – Bedeutung & Grundlagen

Was bedeutet „Dienstaufsichtsbeschwerde“?

Die Dienstaufsichtsbeschwerde ist ein informelles Rechtsmittel, mit dem man sich über das Verhalten eines Amtsträgers oder einer Führungskraft im öffentlichen Dienst beschweren kann.

Ziel: Prüfung, ob sich jemand im öffentlichen Amt korrekt verhalten hat.
Wichtig: Sie betrifft Verhalten, nicht (zunächst) Entscheidungen oder Verwaltungsakte.

Wer kann eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen?

Jeder Mensch – nicht nur Beamte oder Beschäftigte im öffentlichen Dienst!
Auch Bürger:innen, Eltern, Schüler:innen oder Betroffene von Behördenhandeln können sich beschweren, wenn sie sich:

  • respektlos behandelt,
  • übergangen,
  • diskriminiert oder
  • ungerechterweise benachteiligt fühlen.

Typische Anlässe:

  • Verletzender Ton oder entwürdigende Ansprache
  • Pflichtverletzungen durch Vorgesetzte oder Behördenleitung
  • Mobbing oder strukturelle Ausgrenzung
  • Untätigkeit trotz Hinweisen auf Missstände
  • Übergriffiges Verhalten oder fehlende Fürsorge

Rechtliche Einordnung

  • Kein förmliches Rechtsverfahren
  • Gehört zur Kategorie der aufsichtsrechtlichen Eingaben
  • Keine direkte Bindung, aber Behörden sind zur sachlichen Prüfung verpflichtet

Lies hier weiter: Seite 2: Wie, wann und wo reiche ich eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein?

Lies hier weiter: Seite 3: Was passiert mit der Beschwerde – und was ist der Unterschied zur Fachaufsichtsbeschwerde?