Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Persönliches Schlusswort

Ich habe diesen Beitrag nicht aus Frust geschrieben – sondern aus Verantwortung. Verantwortung gegenüber dem, was ich im Laufe meiner Tätigkeit im öffentlichen Dienst erlebt habe. Verantwortung gegenüber dem Ideal, das mich ursprünglich in den Staatsdienst geführt hat. Und Verantwortung gegenüber all jenen, die sich – oft still, oft allein – fragen, ob sie falsch liegen, nur weil sie das Richtige tun wollen.

Ich glaube an das Beamtentum. Nicht an seine derzeitigen Missstände, nicht an die Machtspiele oder den Druck von oben – aber an seinen Kern, seine Idee: dem Gemeinwohl zu dienen, dem Recht zu gehorchen, nicht der Macht.

Ich wünsche mir eine Verwaltung, in der Rückgrat nicht als Störung gilt. In der man nicht leise sein muss, um in Ruhe gelassen zu werden. In der es Raum für Aufrichtigkeit gibt – und für Menschlichkeit. Und ich wünsche mir Kolleginnen und Kollegen, die den Mut haben, nicht zu funktionieren, sondern zu verantworten.

Denn am Ende zählt nicht, ob man sich angepasst hat. Sondern ob man sich – im Rahmen des Gesetzes – selbst treu geblieben ist.