Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Reprise – Mittwoch, 7:00 Uhr

Offener Appell – an Schülerinnen und Schüler, an Eltern, an Lehrerinnen und Lehrer, an Schulleitungen, an Ministerielle – in Bayern und überall

Ich wende mich heute an alle, die in diesem Bildungssystem leben, arbeiten oder lernen.
An alle, die fühlen, dass etwas nicht stimmt – aber oft keine Worte dafür finden.
Und an alle, die in sich spüren, dass wir gemeinsam etwas verändern können.


Was ich tue, ist kein Angriff – es ist ein Appell

Ich bin Lehrer.
Ich bin Beamter.
Und ich bin dreimal in einer Klinik gewesen,
wie viele andere Lehrkräfte, die ich dort getroffen habe –
Menschen, die an einem System gescheitert sind,
weil Sie nicht mehr gehört wurden. Sie sind mittlerweile im Vorruhestand oder in der inneren Emigration – sie können oder wollen keinen Beitrag mehr leisten – für ein Schulsystem, dass so viel besser sein könnte.

Ich gehöre nicht zu denen, die aufgeben.
Ich gehöre zu denen, die fragen:
Wie kann man es besser machen?
Wie kann man Schule, Verwaltung, Führung und Fürsorge neu denken?


Ich habe Einblick – und ich nutze ihn verantwortungsvoll

Ich habe in den letzten Jahren fünfmal meine Personalakte eingesehen.
Ich kenne den Apparat, seine Mechanismen –
seine Stärken, seine Schwächen, seine blinden Flecken.
Und ich weiß:
Wir Beamten haben Rechte – und Kontrollmechanismen.

Das Beamtenstatusgesetz, das Beamtengesetz,
das Verwaltungsverfahrensgesetz
sie sind keine Hindernisse.
Sie sind unser Fundament.
Sie ermöglichen es, den Staat korrekt zu führen –
und das System menschlich zu halten.

Wenn wir das ernst nehmen,
profitieren alle: Schülerinnen, Eltern, Lehrerinnen, Schulleitungen, Ministerielle.


Was ich anbiete, ist ein Blog – und ein Dialog

Ich habe diesen Blog begonnen,
nicht um anzuprangern,
sondern um aufzuklären.

Ich dokumentiere.
Ich reflektiere.
Ich frage.
Ich lade ein.
Ich höre zu.
Ich fordere heraus.

Und ich fordere: Sprecht mit mir.


Denn dieser Blog kann heilsam sein – oder destruktiv.

Das liegt nicht an mir.
Das liegt daran, ob man sich auf Dialog einlässt.

Ich will keine Energie binden,
ich will Energie freisetzen – für etwas Neues.

Deshalb mein Appell:
Folgt diesem Blog.
Nicht aus Sensationslust.
Sondern, weil er konstruktiv sein wird – und sein will.

Ich verspreche:
Dieser Blog will niemanden vernichten.
Aber er kann sichtbar machen, was krank macht.

Und er wird zeigen,
dass es auch andere Wege gibt – mit Haltung, Mut und Rechtsstaatlichkeit.


**Sprecht mit mir.

Noch bin ich offen.
Noch bin ich loyal.
Und ich bleibe es – wenn man mir zuhört.**