Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Nicht über mich – mit mir

Dieser Blog ist kein Zufall. Ich habe ihn bewusst gestartet – als Ort der Offenheit, als Ort des Dialogs, als Ort der Dokumentation.

Seit Jahren bemühe ich mich um Gespräche – echte Gespräche. Keine Alibi-Treffen. Keine formalen Sitzungen ohne Substanz. Ich will sprechen. Ich will klären. Ich will verstehen und verstanden werden.
Aber was passiert stattdessen? Gespräche werden verweigert, vertagt oder versteckt – hinter geschlossenen Türen, hinter Amtsfloskeln, hinter sogenannten „Rechtsauffassungen“.

Warum dieser Rückzug ins Verschlossene? Warum keine Offenheit?

Ich höre immer wieder: „Nach unserer Rechtsauffassung…“
Doch darum geht es nicht. Es geht nicht um Auslegungen, um Deutungsspielräume, um Machtspielchen.
Es geht um Recht. Nicht um ihre Auffassung von Recht. Nicht um meine. Sondern um das, was Recht ist.
Es geht um Grundrechte. Um Fürsorgepflicht. Um Gehör. Um Gerechtigkeit.

Ich habe diesen Blog begonnen, weil ich über Jahre hinweg nicht gehört wurde.
Weil hinter meinem Rücken über mich gesprochen wurde – aber nicht mit mir.
Weil man Urteile über mich gefällt hat, ohne mir Fragen zu stellen.
Weil man Maßnahmen getroffen hat, die nicht auf Dialog, sondern auf Ausschluss angelegt waren.

Und weil ich zeigen will:
Ich bin bereit. Jederzeit. Auch öffentlich.
Ich war es immer. Und ich bleibe es.

Das Ministerium behauptet, es habe Gespräche geführt.
Ich dokumentiere hier, was wirklich geschah: wann gesprochen wurde, wo, mit wem – und wer dann nicht mehr bereit war, weiterzureden.
Denn ein jahrzehntelanger Konflikt lässt sich nicht mit drei Gesprächen im Kalender heilen. Wer das behauptet, will nicht verstehen – sondern verschleiern.

Ich dokumentiere. Ich öffne. Ich lade ein.
Dieser Blog ist mein Angebot an die Öffentlichkeit – und an alle Beteiligten.
Ich bin da. Und ich bin bereit.


Was ist in den letzten sieben Tagen passiert?

Am 25. April 2025 schrieb mir die Geschäftsstelle des Bürgerbeauftragten, man habe sich an das Kultusministerium gewandt.
Heute ist der 2. Mai 2025. Eine Woche ist vergangen.
Hat sich etwas getan?
Hat jemand reagiert?

Nein.
Keine Antwort. Kein Signal. Kein Versuch, auf mich zuzugehen.

Ist das die vielzitierte „Kommunikation, die stattfindet“?

Genau deshalb existiert dieser Blog:
Weil es eben keine Kommunikation gibt.
Stattdessen: Verschanzen. Ignorieren. Warten. Hoffen.
Maßnahmen von oben herab festlegen – ja.
Aber kein echter Dialog.

Und gegenüber den Gerichten heißt es dann:
„Wir sind im Austausch. Der Betroffene ist nicht dialogbereit.“

Ich sage: Falsch.

Ich bin nicht das Problem.
Ich bin nicht derjenige, der sich abschottet.
Ich bin derjenige, der seit Jahren den Dialog sucht.
Ich bin derjenige, der offenlegt, dokumentiert, spricht – und bereit ist.

Ich fahre nicht die Taktik: Augen zu und durch.
Ich fahre die Taktik: Offenheit. Korrektheit. Transparenz.

Was ist seitdem passiert?

Nur eines:
Die siebte Anordnung zur amtsärztlichen Untersuchung – in weniger als vier Jahren.

Keine einzige Maßnahme zur echten Konfliktbearbeitung.
Kein BEM. Keine Mediation. Kein Perspektivgespräch.
Nur: wieder eine Untersuchung. Wieder dieselbe Strategie.

Ich finde das mittlerweile schwach.
Und ich nenne es beim Namen:
Ein solcher Umgang ersetzt keine Verantwortung. Und er heilt keinen Konflikt.


Gestatten Sie mir einen letzten Hinweis:

Eine Handvoll Einzelgespräche über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren
das kann niemand ernsthaft als Konfliktmanagement bezeichnen.

Lies hier weiter: Das Spiel auf Zeit – und warum es heute endet