
Montag war kein normaler Tag. Es war ein Großkampftag (siehe hier: Foto meines Schaffens)
Ich habe Klage eingereicht – alleine, ohne Anwalt.
Warum? Zwei Gründe:
- Weil ich bisher eher zweifelhafte Erfahrungen mit Anwälten gemacht habe.
- Weil der Sachverhalt so umfangreich und vielschichtig ist. Niemand kennt die Vorgänge so detailliert wie ich selbst. Ich vermute sogar: Selbst im Staatsministerium ist man sich über die volle Tragweite nicht bewusst.
Falls sich trotzdem ein Anwalt berufen fühlt – bei der mündlichen Verhandlung würde ich mich über anwaltliche Unterstützung sehr freuen.
Die Klage umfasst einen zehnseitigen Antragsschriftsatz sowie 100 Seiten Anlagen. Und dabei geht es noch gar nicht um den Inhalt der versteckten Ordner – sondern zunächst um die Frage, wie sich das Staatsministerium gegenüber dem Landesdatenschutzbeauftragten äußert. Denn in meiner Personalakte ist bis heute trotz meiner Einwendungen auch gegenüber dem Landesdatenschutzbeauftragten keine Abhilfe geschaffen worden. Die Akte liegt beim Gericht. Dort habe ich am 13.08.2025 Einsichtnahme genommen.
Ich bin an diesem Montag nicht nur zum Gericht gegangen –
ich war auch bei zwei wichtigen Behörden:
bei der Staatsanwaltschaft und bei der Landesanwaltschaft (Disziplinarbehörde).
Dort ging es um die versteckten Ordner – mit 97 Seiten wesentlicher Unterlagen, die allesamt positiv für mich sind und trotzdem jahrelang zurückgehalten wurden (lies hier: Skandal in meiner Personalakte: Warum ich den Landtag eingeschaltet habe). Und das ist nur die Spitze des Eisbergs: Seit meiner letzten Akteneinsicht am Mittwoch sind mir noch weitere unterdrückte Schreiben aufgefallen.
An beide Behörden habe ich deshalb den Verdacht der Urkundenunterdrückung geäußert. Ich habe sämtliche bislang gefundenen Schreiben übergeben und zugleich meinen Klageschriftsatz beigefügt.
Das Schreiben an die Staatsanwaltschaft sowie das Anlagenverzeichnis werde ich hier veröffentlichen (siehe: Staatsanwaltschaft_Anschreiben und Anlageverzeichnis_unterdrückte Schreiben)
Denn ich halte es für notwendig, dass die Öffentlichkeit Bescheid weiß.
Und all das ist erst der Anfang: Auch diese Vorgänge werden Teil meiner Landtagspetition sein.
In den nächsten Tagen werde ich außerdem den zehnseitigen Antragsschriftsatz Stück für Stück veröffentlichen – mitsamt der teils unfassbaren Wendungen, die darin dokumentiert sind.
Warum ich schreibe
Je schlechter ich mich fühle, desto mehr schreibe ich.
Das ist Teil meiner Persönlichkeitsstruktur – und zugleich mein Ventil.
Das Staatsministerium überzieht mich seit Jahren mit Maßnahmen,
anstatt den Weg des Dialogs zu wählen.
Und genau deshalb veröffentliche ich immer mehr:
Nicht aus Lust am Streit, sondern weil ich keine andere Möglichkeit mehr sehe, gehört zu werden.
Gleichzeitig möchte ich betonen:
Diesen Blog stelle ich sofort ein, sobald das Staatsministerium seine Abschottungshaltung aufgibt und endlich den Weg der Kommunikation wählt.
Lies auch das: Mein Dienstunfall am 23. März 2021 – und was danach verschwand