Ein Jahr des Aufbruchs – und der Menschlichkeit
Am 16. Februar 2004 begann mein Referendariat für die Fächer Sport und Musik – eine Kombination, die bayernweit einzigartig war. Ich war der einzige Referendar mit dieser Fächerverbindung, was bedeutete, dass für mich nur zwei Seminarschulen infrage kamen: Im Februar Gauting – im September Weilheim. So führte mich mein Weg an die Staatliche Realschule Gauting, und ich bin dankbar, dass es genau dieser Ort war.
Ein kleines Seminar mit großer Wirkung
Wir waren insgesamt sieben Referendar:innen: zwei männliche Sportreferendare – darunter ich – und fünf weitere Kolleg:innen mit Musik als Erst- oder Zweitfach, jeweils in Kombination mit Deutsch oder Englisch. Ein kleines Seminar – aber geprägt von großer Klarheit, Kollegialität und einer Atmosphäre, die von Anfang an Vertrauen ermöglichte.
Erste Schritte im Klassenzimmer
Die ersten Stunden im Klassenzimmer waren geprägt von Nervosität und Aufregung. Doch die Unterstützung durch erfahrene Lehrkräfte und die offene Atmosphäre an der Schule halfen mir, schnell Fuß zu fassen. Ich erinnere mich an meine erste Unterrichtsstunde in Musik, in der ich versuchte, die Begeisterung für das Fach auf die Schüler:innen zu übertragen. Es war nicht perfekt, aber es war ein Anfang.
Herausforderungen und Lernmomente
Natürlich gab es auch Herausforderungen: Unterrichtsbesuche, die nicht wie geplant verliefen, oder Schüler:innen, die schwer zu erreichen waren. Doch gerade diese Situationen boten wertvolle Lernmomente. Ich lernte, flexibel zu reagieren, meine Methoden anzupassen und vor allem, geduldig mit mir selbst zu sein.
Unterstützung und Mentoring
Besonders hervorheben möchte ich die Unterstützung durch meine Mentoren und Kolleg:innen. Sie standen mir mit Rat und Tat zur Seite, gaben konstruktives Feedback und halfen mir, meine Unterrichtspraxis kontinuierlich zu verbessern. Diese Erfahrung zeigte mir, wie wichtig ein unterstützendes Umfeld für die persönliche und berufliche Entwicklung ist.
Rückblick und Ausblick
Das Jahr in Gauting war für mich nicht nur ein beruflicher, sondern auch ein persönlicher Meilenstein. Es legte den Grundstein für meine weitere Laufbahn im Schuldienst und prägte mein Verständnis von guter Schule und gelingendem Unterricht. Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die Menschen und die vielen kleinen und großen Momente des Lernens und Wachsens.