
Nach einem wunderbaren ersten Seminarjahr an der Staatlichen Realschule Gauting stand die nächste Etappe meiner Ausbildung bevor: das Einsatzjahr. Eines Tages kam die Nachricht, wohin es für mich gehen würde – und ehrlich gesagt musste ich erst einmal auf die Karte schauen: Realschule Schöllnach.
„Wo liegt das eigentlich?“ war mein erster Gedanke. Schnell stellte ich fest: Mitten im tiefsten Niederbayern, am Rande des Bayerischen Waldes. Und statt Skepsis verspürte ich sofort Neugier: Okay, spannend, schauen wir mal. Neue Region, neue Leute, neue Herausforderungen.
Ankommen in Niederbayern
Ich kann mich noch gut erinnern: Mein Schulleiter aus Gauting gab mir damals einen Tag frei, um mich in Schöllnach nach einer Wohnung umzusehen. Ich bin einfach ins Dorf gefahren, direkt in eine Wirtschaft hinein, und habe ganz unbefangen gefragt, ob jemand wüsste, wo eine Wohnung frei ist.
Das war für mich typisch Bayern: unkompliziert, herzlich, direkt. Und tatsächlich hatte ich Glück – nur rund 200 Meter von der Schule entfernt fand ich sofort eine passende Wohnung. Ein echter Volltreffer!
Vorfreude auf den Start
Mit diesem Fund fiel eine große Last von meinen Schultern. Ich war erleichtert, zufrieden – und voller Vorfreude auf die neue Aufgabe. Mitte Februar sollte es losgehen. Ich wusste: Das wird eine prägende Zeit in einer besonderen Region.
Und so begann mein zweites großes Kapitel im Referendariat – diesmal nicht im Münchner Umland, sondern mitten im niederbayerischen Leben, umgeben vom Charme des Bayerischen Waldes und den ganz eigenen, liebenswerten Menschen dort.