
heute ist ein besonderer Tag.
Romina, du hast dein Abschlusszeugnis in den Händen.
Und du standest Menschen gegenüber,
die dir Unrecht getan haben.
Führungskräfte, die das Spiel eines Schulleiters
nicht nur mitgespielt, sondern perfektioniert haben.
Lehrkräfte, die keine Stärke hatten,
sich einem 13-jährigen Mädchen zu stellen –
aus Angst, selbst ins Visier zu geraten.
Sie sind zunächst nicht mit euch auf Abschlussfahrt gefahren.
Nicht, weil ihr zu anstrengend wart –
sondern weil Angst größer war als Haltung – Angst vor dem alten Schulleiter, dessen Spiel sie einfach mitspielten.
Und trotzdem: Ihr wart in Wien – aber erst als der Schulleiter versetzt wurde.
Ihr habt gelacht, gefeiert, euch selbst erlebt.
Du hast dir genommen, was dir zusteht:
Würde. Freude. Freiheit.
Und du, Valentino –
auch du hast diese Schule hinter dir gelassen.
Ohne Abschluss, ja.
Aber mit aufrechter Haltung.
Weil schon vor zwei Jahren dieselben Kräfte im Spiel waren, die es Deiner Schwester jetzt wieder so schwer gemacht haben.
Auch du hast dir deine Würde bewahrt.
Ich bin so stolz auf euch beide.
So stolz, wie man es nur sein kann.
Weil ihr gezeigt habt:
Wert misst sich nicht in Noten.
Sondern in Mut. In Haltung.
In der Fähigkeit, aufrecht zu gehen,
auch wenn andere wegsehen.
Romina – du hast diese Schule heute in Würde verlassen.
Still, aber mit einem Zeichen, das mehr sagt als Worte.
Jahrelang haben Erwachsene dir den Respekt verweigert,
den jedes Kind verdient.
Doch heute hast du gezeigt:
Du brauchst ihren Respekt nicht,
um deine eigene Würde zu kennen.
Du weißt, wer du bist.
Und das zählt mehr als jede Geste,
mehr als jedes Zeugnis.
Ihr seid beide tolle Kinder – ich bin stolz auf Euch!
Ich liebe euch.
Mehr, als Worte je sagen können.
In Liebe
Papa