
Im Schulalltag sehen Schüler ihre Lehrer meistens nur in einer Rolle: vorne an der Tafel, mit Arbeitsblättern, Klassenarbeiten und dem ganzen „Pauker“-Image. Umso spannender war es für meine Schüler in Schöllnach, mich einmal ganz anders kennenzulernen.
Sommerfest im Grünen
Im Sommer gab es ein großes Sommerfest. Eine Bühne wurde draußen aufgebaut, mitten in der Natur – und für mich war klar: Das ist die Gelegenheit, meine zweite Leidenschaft einzubringen. Denn neben dem Lehrerberuf bin ich auch Jongleur und Feuerkünstler.
Hochradshow als Überraschung
Ich erinnere mich noch genau, wie ich zum Finale meiner Show auf meinem 2,50 Meter hohen Hochrad fuhr. Für viele Schüler war das schon spektakulär genug. Und als ich dann oben auch noch anfing, mit Feuerfackeln zu jonglieren, war die Begeisterung riesig.
Plötzlich stand da nicht der Lehrer, den sie aus dem Klassenzimmer kannten, sondern ein Künstler, der sie zum Staunen brachte.
Begeisterung und neue Perspektiven
Die Reaktionen waren überwältigend: Gelächter, Staunen, Applaus – die Schüler waren begeistert. Und genau in solchen Momenten passiert etwas Besonderes: Schüler sehen, dass Lehrer nicht nur eine Rolle haben, sondern Menschen mit Talenten, Hobbys und Leidenschaften sind.
Für mich war das ein wunderschönes Erlebnis. Denn es hat nicht nur Spaß gemacht, aufzutreten – es hat auch Brücken gebaut. Ich war nicht mehr nur „der Pauker“, sondern jemand, der ihnen auf einer ganz anderen Ebene begegnen konnte.