„Niemand reagiert auf dich – das sagt alles.“

Manchmal sind es nicht die lauten Sätze,
sondern die kleinen Stiche.
Nicht der direkte Angriff – sondern die beiläufige Abwertung.
Ein Satz wie dieser:
„Niemand reagiert auf dich – das sagt alles.“
Er klingt beiläufig.
Aber in Wahrheit ist er eine Botschaft an dein inneres Kind:
„Du bist nicht wichtig.“
„Du bist allein.“
„Du bist überflüssig.“
Was hier wirklich passiert
Diese Form der Abwertung ist perfide, weil sie sich nicht auf deinen Inhalt bezieht –
sondern auf deine vermeintlich fehlende Wirkung.
Es geht nicht mehr darum, was du gesagt hast –
sondern darum, ob jemand geklatscht hat.
Die Logik dahinter:
Wenn niemand reagiert, war es falsch.
Wenn niemand liked, war es nicht gut.
Wenn du keine Resonanz bekommst, hast du sie nicht verdient.
Aber das ist eine Logik der Oberfläche – nicht der Tiefe.
Denn echte Resonanz ist oft still.
Sie braucht Zeit. Raum. Reife. Und manchmal: Mut.
Mein persönlicher Gedanke dazu:
Ich schreibe nicht, um gefallen.
Ich schreibe nicht, um „gut anzukommen“.
Ich schreibe, um da zu sein – in meiner Geschichte, mit meinem Schmerz, in meiner Stimme.
Wenn das jemandem zu viel ist – ist das okay.
Aber ich lasse mich nicht mehr von Schweigen entwerten.
Die tiefere Wahrheit:
Resonanz ist kein Maßstab für Wert.
Es gibt Texte, die still gelesen werden – und Spuren hinterlassen.
Es gibt Worte, die erst Monate später jemanden erreichen.
Und es gibt Stimmen, die nur deshalb still bleiben,
weil andere ihnen eingeredet haben, sie wären bedeutungslos.
„Niemand reagiert“ heißt nicht: „Du bist nichts wert.“
Es heißt nur: „Du bist noch nicht dort angekommen, wo dich jemand wirklich hört.“
Und mein Schlusssatz dazu?
Ich halte es wie Captain Jack Sparrow,
als man ihn den schlechtesten Piraten nannte:
„Mag sein. Aber ihr habt von mir gehört.“
👉 Damit endet diese Blogreihe.
Aber nicht meine Stimme.
Denn ich bleibe sichtbar –
auch ohne Applaus.
Auch ohne Zustimmung.
Einfach, weil ich da bin.