
Was gerade passiert, ist bezeichnend.
Unter meinem Beitrag zur Rolle des Hauptpersonalrats (siehe: Was macht eigentlich ein Hauptpersonalrat) tauchte gestern ein Kommentar auf –
anonym, juristisch gefärbt,
aber ohne wirkliche Auseinandersetzung mit dem, was ich beschreibe.
(siehe Kommentar – sowie meine Antwort darauf)
Ich vermute:
Diese Beiträge stammen von Personen mit direktem Bezug –
aus dem Hauptpersonalrat oder meiner ehemaligen Dienststelle.
Aber anstatt offen zu sprechen,
wählt man den Umweg:
Anonymität statt Verantwortung.
Das zeigt nicht nur die Schwäche der Argumentation –
sondern auch ein Missverständnis darüber, worum es mir eigentlich geht:
Ich greife niemanden aus dem Kollegium an. Ich greife keinen Hauptpersonalrat oder einen örtlichen Personalrat an.
Ich dokumentiere strukturelles Versagen.
Ich stelle die Verwaltung in Frage.
Ich fordere Verantwortung – dort, wo sie gebraucht wird.
Ich sehe mich nicht als Opfer eines Kollegiums,
sondern als jemand, der sich als Korrektiv gegenüber der Behörde versteht.
Denn dort liegt die Macht – und genau dort braucht es Kontrolle.
Dass man mich stattdessen zum Störfaktor erklärt,
dass man versucht, mich über Umwege und Zwischenrufe zu diskreditieren,
zeigt mir nur:
Ich treffe einen wunden Punkt. Und das ist gut so.
Was ich an dieser Stelle klar hinzufügen möchte:
Ich habe meine Rolle als Korrektiv der Verwaltung nicht nur beschrieben –
ich habe sie belegt. (siehe „Bitte Vorfall 8 inkl. Anlage schwärzen)
Und jetzt steht der nächste Schritt an:
Am 12. Mai 2025 findet eine öffentliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht München statt.
Bis dahin werde ich in meinen Beiträgen die Glaubwürdigkeit der Verwaltung gezielt und belegt hinterfragen.
Denn diese Glaubwürdigkeit ist nicht gegeben,
wenn Unterlagen geschwärzt, Verfahren manipuliert
und Verantwortlichkeiten verschoben werden.
Es war daher kein Zufall, sondern ein notwendiger Schritt,
dass ich am 29. April Einsicht in meine Personalakte genommen habe –
und alles, was ich dort vorgefunden habe, dokumentiert wurde.
Ich werde zeigen, was ist.
Und wer genau hinschaut, wird erkennen:
Dieses System braucht Kontrolle. Nicht nur von innen. Sondern öffentlich.
Deshalb beginne ich morgen mit einer mehrteiligen Blogreihe:
„Stresstest für den Freistaat Bayern“.
Denn es geht mir nicht um eine kleine Schule.
Es geht mir nicht um einen einzelnen Schulleiter.
Es geht nicht um einen Hauptpersonalrat.
Es geht um Strukturen.
Und um die Frage, wie man mit Fürsorge, Wahrheit und Rechtsstaatlichkeit wirklich umgeht.
Wie das Beispiel der handschriftlichen Schwärzungsanweisung zeigt,
reden wir nicht über individuelle Fehler.
Wir reden über Instrumentalisierung von Gremien –
und über das Zur-Schau-Stellen von Rechtsstaatlichkeit von ganz oben.
Und das wird entweder geduldet – oder gewollt.
Dazu kündige ich mein neues Schreiben an (siehe beigefügte Mail vom 03.05.2025):
an die Staatskanzlei, an Staatsministerin Anna Stolz
und an den Bürgerbeauftragten des Freistaats Bayern.
Worum es darin geht?
Das wird sichtbar – Schritt für Schritt.
Zur Erinnerung:
Am 25. April 2025 bekundete der Bürgerbeauftragte,
dass er auf das Kultusministerium zugegangen sei.
Eine Woche später: keine erkennbare Bewegung.
Um 16 Uhr geht es hier weiter – dann werde ich den Unterschied von friedvollen Konflikten und von eskalierenden Konflikten erklären.