Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Gespräche – das Normalste der Welt – 10 Tage Frieden

Wenn man in die Geschichte blickt, erkennt man:
Selbst in den größten Konflikten dieser Welt haben sich Menschen immer wieder an einen Tisch gesetzt.
Ob zwischen Israel und Palästina, Russland und der Ukraine oder anderen verfeindeten Nationen –
immer wieder gab es den Versuch, durch Worte das Unmögliche möglich zu machen.

Und heute – im Oktober 2025 – atmet die Welt auf.
Weil sich im Nahostkonflikt zum ersten Mal seit Jahren eine Annäherung abzeichnet.
Weil Menschen, die einander über Jahrzehnte bekämpft haben, wieder miteinander reden.
Diese Gespräche wecken Hoffnung.
Vielleicht gelingt jetzt, woran viele nicht mehr geglaubt haben: ein Neuanfang durch Dialog.

Wie paradox das ist.
Während auf der großen Bühne der Welt selbst Erzfeinde miteinander reden,
herrscht im Kleinen – hier, in meinem eigenen Dienstverhältnis –
seit Jahren Schweigen.

Seit 2015, spätestens aber seit Januar 2019, wünsche ich mir ehrliche Gespräche.
Nicht taktische Anhörungen, nicht formale Abstimmungen, sondern echte Begegnungen.
Gespräche, in denen es nicht darum geht, wer recht hat, sondern wie man gemeinsam weiterkommt.
Doch all meine Versuche blieben ohne Wirkung.
Bis März 2025 gab es keine wirkliche Bewegung, kein ernsthaftes Bemühen, Dinge zu klären oder Missverständnisse zu heilen. Nur deshalb schreibe ich diesen Blog.

Stattdessen immer wieder dieselbe Haltung:
„Er ist das Problem. Er soll verschwinden.“
Doch das ist keine Fürsorge – das ist Verdrängung.

Ein Dienstverhältnis ist keine Einbahnstraße.
Es lebt von gegenseitigen Rechten und Pflichten,
von Verantwortung, Loyalität und Menschlichkeit.
Ich habe all das erfüllt – und ich habe wiederholt das Gespräch gesucht.
Aber es blieb still.

Und so stehe ich heute hier,
während die Welt über Frieden spricht,
und frage mich:
Wie kann es sein, dass Staaten miteinander reden,
aber eine Behörde es nicht schafft,
mit einem ihrer eigenen Menschen zu sprechen?

Mein Blogbeitrag vom 02.05.2025: Zwei Wege zur Heilung – Ein letzter Appell (ich habe mich damals noch nicht an den Landtag gewandt, weil ich auf eine Bewegung gehofft habe. Ich habe mich erst im August an den Landtag gewandt – aber auch hier lasse ich meine Petition momentan ruhen – als Zeichen meines Willens nach Frieden)