Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

ELEPROMPTER-TEXT – Nachricht an Frau Staatsministerin Stolz, 2. Mai 2025

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Stolz,

heute ist der 2. Mai 2025.
Und ich nehme heute bereits meine Nachricht auf,
die ich eigentlich für den 12. Mai – für den Tag der öffentlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht – geplant hatte.

Es könnte sein, dass ich die heutige Verhandlung erneut verliere – ja, wir sind in einem Rechtsstaat und im Gericht und auf hoher See in Gottes Hand“. Daher lege ich keinen Wert darauf. Ich bin davon ausgegangen, dass man sich den Sachverhalt einfach mal ansieht – und sagt – ja. Na gut. Ist irgendwie unglücklich gelaufen. Ich sage heute – wenn mit mir gesprochen wird, dann ziehe ich diese Verhandlung sofort zurück. Denn es geht nicht um Recht. Es geht mir vielleicht darum, dass man erkennt, man hätte ein wenig anders mit mir umgehen können.

Denn das hätte ich verdient – stattdessen kann es möglich sein, dass ich heute vor Gericht durch den Richter Z. erneut entmenschlicht werde – er hat mich bisher am Ende nach jeder Verhandlung rausgeschmissen.

Nicht, weil ich unflätig oder dergleichen war. Ich denke, ich habe in ihm einen Triggerpunkt ausgelöst. Das tut mir leid, aber ich bin so wie ich bin – nicht ganz einfach… aber durchaus integer.

Ich veröffentliche diese Nachricht heute,
weil bis jetzt – auch heute – noch immer nichts passiert ist.
Kein Gespräch. Keine Rückmeldung. Kein Zeichen.

Ich kann das ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen.
Und ich finde es wahnsinnig schade.
Nicht, weil es mir persönlich darum geht, irgendetwas durchzusetzen.
Sondern, weil mir auf diese Weise nicht geholfen wird
und auch sonst niemandem geholfen wird.

Ich glaube:
Es wäre sehr sinnvoll, dass jemand endlich mit mir spricht.
Gerne auch unter Beisein eines Psychologen –
aber bitte jemand, der nicht bereits tief in die Sachverhalte involviert war.
Denn echte Unbefangenheit – das muss ich offen sagen –
geht leider bis zum Amtschef nicht mehr.

Aber vielleicht könnte jemand aus einer anderen Abteilung kommen.
Einfach nur, um zu verstehen, worum es mir eigentlich geht – das kann ein Anwalt, ein Vermittler, ein Psychologe sein, der meine Anliegen an die Exekutive weitergibt.

Denn mir geht es nicht darum, irgendetwas zu zerstören.
Mir geht es darum, etwas besser zu machen.

Und ja – ich glaube,
wenn wir es weiter so laufen lassen,
werden irgendwann Dinge bekannt werden,
die für mindestens eine Schule – vielleicht sogar für zwei Schulen –
problematisch werden wird – das möchte ich nicht. Die Schulen halte ich, so gut es geht hier raus.

Wobei ich heute eine Nachricht des örtlichen Personalrats bekommen habe, die mich verwundert. Ich hatte mehrere Rückfragen und bekam diese Antwort. Ich lasse meine Fragen und die Antwort einfach mal so stehen. Machen Sie sich ein Bild daraus.

Aber eigentlich geht es um das große Ganze.
Und darum, dass die Führung in diesem Fall nicht funktioniert hat.

Das ist nichts Schlimmes.

Fehler passieren.
Ich mache Fehler.
Sie machen Fehler.
Das ist nicht das Problem.

Ich bin auch niemandem böse.
Hier geht es nicht um Schuld.
Hier geht es nur um eine Frage:

Wie bringen wir es wieder hin,
dass ich als Mensch rehabilitiert werden kann?

Ich bitte Sie ganz ausdrücklich um einen Dialog.
Gerne mit fachlicher Begleitung –
damit jemand erklärt, was da ist.

Denn wenn man sich mit der histrionischen Persönlichkeitsstruktur beschäftigt,
dann weiß man:
Es gibt zwei Möglichkeiten zur Heilung.

Die eine ist:

Ich finde eine Ruhe. Eine innere Akzeptanz.

Aber die finde ich nicht,
solange ich in der Öffentlichkeit – und im System –
als der Verbrecher, der Psychopath, der Untragbare dargestellt werde.

Ich habe meinen Lebensmittelpunkt verloren.
Meine Ehe ist kaputt.
Meine Gesundheit massiv angegriffen.

Und ich höre immer wieder – ganz offen gesagt –
dass ich als „Psychopath“ gelte.

Diesen Ruf habe ich mir nicht verdient.
Er wurde mir gegeben – auch durch öffentliche Äußerungen in der Schule – als mir das Staatsministerium ein Verbot der Führung der Dienstgeschäfte aussprach. Über den Widerspruch im Oktober 2023 wurde bis heute nicht entschieden.

Und ich habe nicht umsonst drei Klinikaufenthalte hinter mir
und bei keinem einzigen wurde irgendeine Form von Psychopathie festgestellt.

Ich trage all das mit mir.
Auch wenn ich nach Beilngries zurückkehre –
um meine Kinder zu sehen.
Dann weiß ich:
Ich werde angeschaut wie der,
der man behauptet, dass ich bin
nicht wie der, der ich wirklich bin.

Deshalb bitte ich Sie ein letztes Mal:
Lassen Sie uns sprechen.
Nicht öffentlich. Nicht laut.
Aber ehrlich.
Jetzt.

Amtsärztin