
In letzter Zeit habe ich Rückmeldungen zu meinem Blog bekommen, die mich sehr bewegen. Besonders dann, wenn Menschen, die mich aus meiner Zeit an der Schule kannten, mir schreiben oder durch Dritte ausrichten lassen, dass sie heute manches anders sehen.
Manche sagen ganz offen: Damals konnten sie mit meiner Art nicht umgehen. Sie haben meine Aggressivität fehlinterpretiert – und erst heute verstehen sie, dass das auch ein Ausdruck einer Depression sein kann. Diese Erkenntnis berührt mich tief.
Solche Rückmeldungen bedeuten mir viel. Denn auch ich weiß heute: Meine Aggressivität war nie eine Gefährdung für andere, sondern Ausdruck von tiefer Trauer und Hilflosigkeit. Ich habe mich lange selbst nicht verstanden und musste erst durch Therapien lernen, warum ich so reagiert habe. Auch von meiner Seite möchte ich mich dafür entschuldigen – bei allen Kolleginnen und Kollegen meiner damaligen Realschule.
Es ist ein bewegendes Gefühl, wenn nach so vielen Jahren Verständnis wächst – wenn beide Seiten erkennen, dass hinter Verletzungen und Missverständnissen mehr steckt, als damals sichtbar war.
Vielleicht lesen auch andere Menschen diesen Blog und erkennen, dass hinter meinen Kämpfen keine Böswilligkeit stand, sondern Krankheit, Schmerz – und der Versuch, damit umzugehen.
Es tut mir weh, wie ich oft gesehen wurde – oder wie über mich ein bestimmtes Narrativ geschaffen wurde, das mit meiner Wirklichkeit wenig zu tun hat. Genau deshalb schreibe ich diesen Blog: nicht um anzuecken oder zu provozieren, sondern um Verständnis zu wecken und das Bild über mich geradezurücken.
Und vielleicht kann daraus etwas wachsen, was stärker ist als das, was uns damals getrennt hat: das Wissen, dass Offenheit Brücken baut.
Angebot an das Staatsministerium
Wie bereits am 07.04.2025 veröffentlicht, werde ich diesen Blog sofort beenden, sobald das Staatsministerium seine Abschottungshaltung aufgibt und endlich in Verhandlungen eintritt.
Hier ist der Beitrag vom 07.04.2025:
Teil 3 – Mein Angebot an das Staatsministerium
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