Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Ein Ort, der wirklich sieht

Was die Klinik ChiemseeWinkel für mich so besonders gemacht hat,
war nicht nur das Konzept – sondern das gelebte Miteinander.
Ein Ort, der den ganzen Menschen sieht.
Nicht nur Symptome. Nicht nur Diagnosen.
Sondern: Körper, Geist, Seele – und das, was dazwischen liegt.

Hier geht es nicht um „schneller wieder funktionieren“.
Sondern darum, überhaupt erst mal anzukommen.
Zurückgesetzt zu werden.
Ein Reset – ganz vorsichtig,
und doch an genau den Stellen, wo es weh tut.
Wo die alten Muster liegen.
Wo das, was verdrängt wurde, langsam wieder auftauchen darf.

Die Klinik ist rein psychosomatisch ausgerichtet –
und genau darin liegt ihre Stärke:
nicht überall ein bisschen,
sondern tief und bewusst in einem Bereich.

Was mich beeindruckt hat:
Die Therapeutinnen und Therapeuten sind so eng vernetzt,
dass sie immer wissen,
wenn jemand gerade durch eine schwierige Phase geht.
Egal ob in der Gruppentherapie,
in der Körperarbeit,
bei Feldenkrais, in der Kreativtherapie oder beim Sport.

Jeder ist achtsam.
Nicht nur in seiner eigenen Rolle –
sondern im Blick auf den Menschen als Ganzes.

Wenn jemand gerade „auf Reset“ ist,
weiß das das ganze Team.
Und das spürt man.

Nicht als Kontrolle.
Sondern als Haltung:
Du bist nicht allein mit dem, was in dir arbeitet.
Wir sehen dich.
Und wir tragen mit.

Das hat den Unterschied gemacht.

Danke an das gesamte Team der Klinik Chiemseewinkel

Amtsärztin

Hier geht es zur Homepage der Klinik: https://www.klinik-chiemseewinkel.de/

Mein Weg zu echter Therapie

Meine schönen Jahre als Referendar