
Dies ist mein letzter Beitrag bis 13.10.2025, der sich mit den Missständen der vergangenen Jahre beschäftigt.
Warum?
Weil ich tief in mir spüre, dass es mir nicht um Schuldzuweisung geht. Sondern darum, Lösungen zu finden. Friedvolle Lösungen, die allen Beteiligten helfen.
Ich habe gestern ein Angebot gemacht. Ein Weg, der nicht auf Konfrontation setzt, sondern auf Verständigung. Ob dieses Angebot gehört wird, liegt nicht in meiner Hand – wohl aber in der Verantwortung des Ministeriums.
„Der Fall beschäftigt uns seit Monaten…“
So schrieb Konrad Huber im August 2023 (siehe Link).
Ich weiß nicht, wie er auf „Monate“ kommt – tatsächlich beschäftige ich das Ministerium seit Januar 2019. Damals meldete ich dem Ministerialbeauftragten, dass ein Schulleiter das Auto eines Kollegen durchsucht und E-Mails gelesen hatte. Vorfälle, die eigentlich alles hätten verändern müssen.
Und wisst ihr, was das Ironische ist?
Schaut man auf die Signatur der Mail von Konrad Huber, liest man dort den Slogan:
„Zukunft prägen. Lehrer werden!“
Ist das wirklich euer Ernst?
In einer ministeriellen Korrespondenz bezeichnet ihr einen Lehrer als „Vorgang“, als „Fall“, als „aberwitzig viel Mühe“…
Und gleichzeitig schmückt ihr euch nach außen mit dem Anspruch, Zukunft zu prägen?
Was für ein Menschenbild kommt hier zum Vorschein?
Es ist der Widerspruch zwischen Hochglanzparolen und gelebter Realität. Ein Lehrer wird entmenschlicht, auf eine Aktennummer reduziert – und das Ministerium feiert sich in seiner Signatur als Hüter der Zukunft.
„Aberwitzig viele Mühen…“
In der selben behördeninternen Korrespondenz sprach der jetzige Amtschef Wunsch, damals noch Stellvertreter, von „aberwitzig vielen Mühen“, die der Vorgang verursacht habe.
Was ist seitdem passiert?
- Ein Verfahren wurde eingeleitet.
- Ich durfte nicht mehr arbeiten.
- Das Verfahren wurde zurückgezogen.
- Der Schulleiter wurde versetzt.
- Ich selbst wurde nach und nach gesundheitlich geschwächt.
Und trotzdem – oder gerade deshalb – hat das Ministerium mit mir bis heute noch mehr „Mühen“.
Hat das etwas gebracht?
Nein.
Die Vergangenheit ist kaputt. Sie lässt sich nicht reparieren. Aber ich glaube fest daran, dass wir aus dem, was war, Neues aufbauen können.
Ein Neubeginn ist möglich
Ich bin lösungsorientiert. Ich hänge nicht an dem, was geschehen ist – so sehr es mich auch verletzt hat. Ich möchte ab jetzt nach vorn blicken. Deshalb habe ich dem Staatsministerium ein Angebot gemacht und richte meinen Blog bis Mitte Oktober in eine andere Richtung aus.
Ich weiß: Ich werde dadurch Leser verlieren. Aber das nehme ich in Kauf. Denn am Ende will ich nur eines: eine Lösung – und endlich Ruhe. Dann würde dieser „Vorgang“, dieser „Fall“ auch nach dem 13.10.2025 nicht mehr „aberwitzig viel Mühen“ machen…
Lies auch: Logik, dein Name ist Ministerium – Teil 1: Wenn ein Gespräch plötzlich ein BEM sein soll