Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Ein Glücksgriff im Einsatzjahr – meine erste Skiwoche in Schöllnach

Noch ehe ich richtig angekommen war, begann meine Zeit in Schöllnach gleich mit einem besonderen Erlebnis: der Skiwoche! Anders als an vielen Schulen gab es dort kein klassisches Skilager, sondern eine ganze Woche, in der die Schüler täglich ins Skigebiet fuhren – mit der Wahl zwischen Skifahren, Langlauf oder Snowboarden.

Für mich war das ein Volltreffer. Mit meiner Ausbildung als Langlauflehrer, Skilehrer und Snowboardlehrer konnte ich überall eingesetzt werden. Besonders dringend gebraucht wurde jedoch jemand für die Snowboardgruppe – und damit wurde ich für die Schule so etwas wie ein Glücksgriff.

Jeden Tag nach Hochficht

Wir sind jeden Tag gemeinsam von Schöllnach aus ins Skigebiet Hochficht gefahren. Für die Schüler war das natürlich ein Abenteuer – und für mich ebenso. Vor allem die Snowboardgruppe war überglücklich, dass tatsächlich ein Sportlehrer mit Erfahrung dabei war. Anfangs hatten sie noch gezweifelt, ob ihre Wahl auch wirklich zustande kommt. Umso größer war die Freude, als klar war: Ja, wir fahren jeden Tag Snowboard!

Mehr als Unterricht

Wer schon einmal bei Skifahrten oder Skilagerwochen dabei war, weiß: Es sind besondere Momente. Man erlebt die Schüler*innen völlig anders – nicht nur als „Pauker“ im Klassenzimmer, sondern in einer Umgebung, die ihnen Freude macht und in der sie viel offener sind. Für mich war es eine perfekte Möglichkeit, sofort einen guten Draht zu den Siebtklässlern aufzubauen.

Ein Start mit Schwung

So wurde meine erste Woche in Schöllnach gleich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Statt lange Eingewöhnungszeit war ich sofort mittendrin – sportlich, menschlich und pädagogisch. Und diese Erfahrung hat mir gezeigt: Das Einsatzjahr in Niederbayern würde nicht nur spannend, sondern auch bereichernd werden.