
So stellten es die amtsärztlichen Gutachten am 14.05.2023 und 11.04.2024, die der Dienstherr in Auftrag gegeben hat, eindeutig fest.
Ein klarer Auftrag an den Dienstherrn: Konflikte müssen dienstlich gelöst werden – nicht durch immer neue medizinische Begutachtungen.
Nur zwei Monate später – am 17.07.2023 – legte der örtliche Personalrat seine vierseitige Stellungnahme zur geplanten Versetzung vor. Sie bestätigt das Gutachten in aller Deutlichkeit. Die Stellungnahme des örtlichen Personalrats werde ich noch komplett veröffentlichen.
Was der örtliche Personalrat festhielt
- Eine Versetzung von mir würde die Probleme nicht lösen, es gibt dann zwei weitere Konfliktfelder: mit der Personalrat und mit einigen vielen Kollegen.
- Die Maßnahme sei unverhältnismäßig.
- Ich habe dem Kollegium geholfen, indem ich dem Schulleiter Grenzen aufgezeigt habe.
- Gerade darin sah der Personalrat keinen Fehltritt, sondern eine notwendige Klarstellung: Ein Lehrer, der Missstände anspricht und dem Kollegium dadurch hilft, ist nicht das Problem – sondern Teil der Lösung.
- Nach eingehender Prüfung verweigerte der ÖPR seine Zustimmung und erklärte: Statt mich zu versetzen, müsse man die Versetzung des Schulleiters in Betracht ziehen.
- Wörtlich hieß es: Unter diesem Schulleiter sei kaum vorstellbar, dass es jemals wieder einen funktionierenden Personalrat geben könne.
Das Verhalten des Schulleiters
Der Schulleiter war nicht nur mit mir in massiven Konflikten – er hinterließ eine Spur von Konflikten in der gesamten Schule. Laut Stellungnahme
- lag er mit einzelnen Kollegen im Streit, oft über lange Zeiträume hinweg.
- geriet er wiederholt in Auseinandersetzungen mit dem Personalrat, blockierte dessen Arbeit und versuchte, Entscheidungen zu beeinflussen.
- setzte er auf Macht und Druck, statt auf Gespräch und Ausgleich.
- wurde Kritik nicht aufgenommen, sondern systematisch abgewürgt oder ins Gegenteil verkehrt.
- wurden Kolleginnen und Kollegen, die eigene Beobachtungen äußerten oder auf Missstände hinwiesen, schnell selbst zum Ziel seiner Angriffe.
- schrieb der Personalrat ausdrücklich, dass unter diesem Schulleiter ein funktionierender Personalrat kaum vorstellbar sei – ein vernichtendes Urteil über seine Führungsarbeit.
Der örtliche Personalrat hat all das klar benannt – und damit gezeigt:
Die Konfliktlage war kein individuelles Problem eines einzelnen Lehrers, sondern Ausdruck eines systematischen, schädlichen Führungsstils.
Und das Ministerium?
Der Ministerialbeauftragte hatte spätestens seit 201920 detailliert Kenntnis von den Vorgängen: von den Konflikten des Schulleiters mit mir, mit Kollegen und mit dem Personalrat.
Über drei Jahre lang geschah: nichts.
- Keine Klärung der Missstände.
- Keine Mediation, obwohl sie längst nötig gewesen wäre.
- Keine Konsequenzen für das Verhalten des Schulleiters, obwohl dieses dokumentiert und bekannt war.
Das ist keine Fürsorge, sondern bewusstes Wegsehen.
Mein Fazit
Wenn sowohl Amtsärzte als auch der örtliche Personalrat unabhängig feststellen, dass die Konflikte nicht bei mir, sondern beim Schulleiter liegen – dann ist klar, dass die Eskalation seit 2023 politisch gewollt war.
Das Ministerium liest selektiv.
Es blendet die zentralen Hinweise aus – und trifft Entscheidungen, die einzig mich belasten.
Ich habe dem Kollegium geholfen, indem ich Missstände sichtbar gemacht habe.
Der Schulleiter hat Konflikte geschaffen – mit Kollegen, mit dem Personalrat, mit mir.
Und der Ministerialbeauftragte wusste von mir seit 2019, vom Kollegium seit 2020 Bescheid – ohne zu handeln.
Das ist kein Zufall. Das ist ein System.
Und besonders bezeichnend: Am 10.08.2023 rief das Ministerium trotz der eindeutigen Stellungnahme des örtlichen Personalrats das Verwaltungsgericht an – mit dem Ziel, meine Versetzung nach Kösching durchzusetzen.
Dass man diesen Schritt ging, obwohl der Personalrat klar widersprochen und stattdessen die Versetzung des Schulleiters gefordert hatte, ist mehr als fragwürdig.
Abschließende Fragen
Könnt Ihr im Ministerium wirklich nicht lesen – oder wollt Ihr nicht?
Habt Ihr die Stellungnahme des örtlichen Personalrats überhaupt gelesen?
- Habt Ihr gelesen, dass ich dem Kollegium geholfen habe, weil ich dem Schulleiter rechtsstaatliche Grenzen aufgezeigt habe.
- Habt Ihr gelesen, dass er Mitarbeiter um sich wie eine kleine „Stasi“ scharte – und sie bevorzugte?
- Habt Ihr gelesen, dass er Listen über Mitarbeiter führte und diese bei Bedarf hervorholte?
- Habt Ihr gelesen, dass er die Wahlhandlung zur Personalratswahl unzulässig beeinflusst hat?
- Habt Ihr gelesen, dass er dem Personalrat Gesetzestexte vorenthielt?
- Habt Ihr gelesen, dass er den Personalrat zum Rücktritt drängte?
- Habt Ihr gelesen, dass er eine Atmosphäre der Angst geschaffen hat?
- Habt Ihr gelesen, dass der Ministerialbeauftragte Fischer seit 2020 informiert war – und nichts geschah?
Alles steht schwarz auf weiß.
Die Frage ist nicht, ob Ihr es wusstet.
Die Frage ist: Warum habt Ihr so gehandelt – dass Ihr meine Versetzung gerichtlich durchsetzen wolltet und am 10.08.2023 das Verwaltungsgericht angerufen habt?
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