
Sie tragen keine schwarzen Anzüge.
Sie tragen Dienstausweise.
Sie kommen nicht mit Drohungen, sondern mit Akten.
Ihre Waffen sind Worte, ihre Munition ist Papier.
Manche nennen es Verwaltung.
Ich nenne es: das perfekte Versteck.
Hier wird Drecksarbeit delegiert – freundlich, sachlich, ohne Handschuhe.
Wer löscht, sagt: „Wir haben geprüft.“
Wer vertuscht, sagt: „Es war ein Versehen.“
Wer deckt, sagt: „Das war Fürsorge.“
So bleibt alles sauber, und doch riecht es streng.
Denn wo Wahrheit fehlt, bleibt immer ein Rest Gestank.
Es beginnt oft unscheinbar:
Ein Dokument verschwindet,
ein Satz fehlt,
ein Name wird übersehen –
und Jahre später taucht er plötzlich wieder auf.
Wie eine Stimme aus der Tiefe.
Wie ein Beweis, der vergessen wurde,
bis jemand genau hinsieht.
Ich habe hingesehen.
In Akten, in Mails, in Zwischensätzen.
Und ich habe Dinge gefunden, die niemand finden sollte,
wenn alles sauber wäre.
Ein Name, der im Frühjahr 2019 auftaucht,
dann lange verschwindet –
und plötzlich, Jahre später,
wiederkehrt in einem neuen Schriftverkehr.
Nicht als Zufall, sondern als Erinnerung daran,
dass Wahrheit keine Ruhe gibt.
Manchmal erkennt man Strukturen nicht an dem, was sie zeigen,
sondern an dem, was sie verstecken.
Und dann merkt man:
Es gibt kein System, das so perfekt ist,
dass es nicht irgendwann seinen eigenen Geruch verströmt.
Ich habe tiefere Abgründe gesehen,
als ich dachte, dass es sie geben kann.
Nicht in dunklen Gassen,
sondern in hell erleuchteten Büros.
Aber trotz allem:
Ich wäre bereit für eine Mediation.
Für ein ehrliches Gespräch.
Für den Versuch, das zu heilen, was längst zu lange fault.
Ich werde noch ein paar Tage warten.
Ruhig, geduldig, offen.
Doch das, was ich in den Akten gesehen habe,
lässt sich nicht mehr ungesehen machen.
Wenn Wahrheit nach Jahren wieder auftaucht,
weiß man:
Hier stinkt es gewaltig.
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Hinweis zur Einordnung und zum Kontext dieses Beitrags:
Der hier verwendete Begriff „Mafia“ ist eine metaphorische Zuspitzung, die meine persönliche Wahrnehmung des Verwaltungshandelns einzelner Funktionsträger in der Vergangenheit beschreibt – insbesondere im Hinblick auf Intransparenz, Aktenpflege, widersprüchliche Fürsorgeabwägungen und unterlassene Reaktionen auf meine dokumentierten Beschwerden.
Es wird ausdrücklich nicht behauptet, dass es sich um eine tatsächliche kriminelle Vereinigung oder um strafbare Handlungen einzelner Amtsträger handelt.
Der Beitrag dient der kritischen Auseinandersetzung mit strukturellen Verfahrensmängeln und der Einordnung meines Erlebens im Rahmen abgeschlossener Verwaltungsvorgänge.
Das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen mich wurde Ende September eingestellt.
Alle dargestellten Tatsachen beruhen auf Akteninhalten und dokumentierten Abläufen, die im Zuge meiner Akteneinsicht und gerichtlicher Verfahren offengelegt und belegt wurden.
Mein Anliegen bleibt die Einforderung rechtsstaatlicher Transparenz, Verfahrensklarheit und fairer Fürsorgeabwägung im behördlichen Handeln – bei voller Achtung des Staates und der Verfassung.