Verwundet im Dienst

Wie das System mich krank machte – und trotzdem aufrecht

Das Spiel auf Zeit – und warum es heute endet


1. Viele Jahre Geduld – keine echte Bewegung

Seit Jahren habe ich immer wieder auf schwere Missstände hingewiesen:

  • durch dienstliche Meldungen,
  • durch Hinweise an interne und externe Stellen,
  • durch zahlreiche Gesprächsangebote.

Ich habe auf Lösungen gesetzt – nicht auf Konfrontation.

Doch was ich erleben musste, ist das Gegenteil:
Echte Aufarbeitung wird nicht angestrebt – stattdessen wird auf Zeit und gleichzeitig mit der Gesundheit eines bayerischen Beamten gespielt.


2. Scheinbare Bewegung – aber nur unter Druck

In den letzten Tagen gab es scheinbare Bewegung:

  • Der Bürgerbeauftragte meldete sich erst zurück, nachdem ich Druck aufgebaut habe (meine Mails dazu werden noch veröffentlich werden – sofern es nötig ist.
  • Die Personalakteneinsicht im Staatsministerium wurde plötzlich innerhalb weniger Stunden gewährt – nachdem ich gleichzeitig auch meine nächsten angekündigten Blogbeiträge an den Ministerpräsidenten, die Kultusministerin und den Bürgerbeauftragten geschickt habe.

Was auf den ersten Blick nach Entgegenkommen aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als reines Reagieren auf Druck:

  • Die Antwort auf das Gesuch nach Akteneinsicht war rein formell.
  • Inhaltlich wurde auf kein einziges Thema eingegangen.

Das gesetzlich geforderte Minimum wurde erfüllt – mehr nicht.


3. Was dieses Verhalten wirklich zeigt

Dieses Verhalten dokumentiert ungewollt:

  • Man handelt nicht aus Überzeugung.
  • Man setzt weiter auf Verzögerung und Hinhaltetaktik.
  • Man rechnet offenbar damit, dass der Hinweisgeber irgendwann aufgeben wird.

Doch diese Rechnung wird nicht aufgehen.

Meine Erfahrung zeigt:
So oft ich auch am Boden war – ich bin immer wieder aufgestanden.
Weil das Unrecht, das ich sehe, zu groß ist, um es einfach hinzunehmen.


4. Eine grundlegende Frage an das Ministerium

Wenn das Staatsministerium von Fürsorge spricht – warum spricht es dann nicht mit mir?
Mit einem Menschen, der offensichtlich durch das System verwundet wurde?

Was bleibt von einer Fürsorgepflicht, wenn sie auf dem Papier steht, aber in der Praxis nicht gelebt wird?
Welchen Sinn hat eine Verwaltung, die auf klare Hinweise nur mit formalem Schweigen reagiert?

Das Staatsministerium dokumentiert durch sein Verhalten selbst, dass es das Prinzip der Fürsorge nicht verstanden hat.


5. Warum ich diesen Blogbeitrag heute veröffentliche

Früher habe ich jede neue Veröffentlichung dem Staatsministerium vorab angekündigt oder übermittelt. Die Mail von gestern an den Ministerpräsidenten, die Staatsministerin und den Bürgerbeauftragten war die letzte Vorabinformation. Sie kann hier gelesen werden -> Mail von 28.04.2025 (noch ist einiges geschwärzt – es wird aber nach und nach ans Tageslicht kommen)
Heute tue ich das bewusst nicht mehr.

  • Die Zeit für Vorabinformationen ist vorbei.
  • Meine Frist läuft: Ich lasse dem Ministerium noch bis morgen, Mittwoch, 30.04.2025, 8:00 Uhr Zeit, ein echtes Zeichen der Gesprächsbereitschaft zu setzen.
  • Heute, bei meiner Anwesenheit im Ministerium zur Akteneinsicht, wäre eine sehr gute Gelegenheit dafür.

Alles Weitere – meine gesamte Planung der nächsten Tage – ist dem Staatsministerium längst bekannt.


6. Was ab morgen geschieht

Meine Geduld ist am Ende.
Ich kann nicht mehr warten.
Und ich werde nicht länger stillhalten.

Ab morgen, 30.04.2025, wird veröffentlicht:

  • Das bereits für 26.04.2025 angekündigte Video wird um 8 Uhr veröffentlicht.
  • der zurückgehaltene Blogbeitrag vom Samstag, wird morgen um 16 Uhr veröffentlicht – eine beeindruckende Dokumentation meiner Versuche, Lösungen innerhalb des Systems zu finden,
  • drei weitere vorbereitete Videos werden täglich ab 01.05.2025 veröffentlicht,
  • und in den kommenden Tagen weitere umfassende Dokumentationen.

Alles wird schrittweise auf www.verwundet-im-system.de veröffentlicht.


7. Mein letzter Appell

Ich habe nicht den Kampf gesucht.
Ich habe den Dialog gesucht.
Ich habe auf Fairness und Fürsorge gehofft.

Doch wenn selbst nach Jahren keine echte Bereitschaft entsteht,
dann bleibt am Ende nur eines:

Wahrheit.
Öffentlichkeit.
Konsequenz.

Heute endet das Spiel auf Zeit.
Morgen beginnt die Wahrheit.

Mathias Schmitt

Lies hier noch mehr: BEM-Teil 1: Ein Jahr nach dem BEM – was nicht geschehen ist