
Die Geschichte rund um die Anzeige gegen meine Tochter hat viele bewegt.
Und sie wird weiter Teil dieses Blogs bleiben.
Denn sie ist nicht abgeschlossen – sie ist ein roter Faden in dem, was ich erlebe: ein Symbol für das Wegschauen, für das Verschieben von Verantwortung, für das institutionelle Versagen.
Ich werde ihre Geschichte noch oft erzählen.
Aber heute verschiebe ich den Fokus.
Denn was ich im Moment erlebe, verlangt Aufmerksamkeit.
Es geht um mich. Und um das, was ein Dienstherr in einem Rechtsstaat nicht tun darf.
Denn das Ministerium tut gerade so, als sei ich nicht krank.
Als gäbe es keine ärztlichen Atteste,
keine Klinikberichte,
keine amtsärztlichen Feststellungen.
Auf einmal soll ein einziges amtsärztliches Gutachten alles heilen.
Die bestehenden Konflikte?
Wegignoriert.
Die nachweisliche Ursache meiner Erkrankung?
Ausgeblendet.
Was bleibt, ist der Versuch, Realität administrativ umzuschreiben.
Vom 24. März 2021 bis zum 31. Juli 2025 war ich an höchstens 80 Tagen im Dienst.
Nicht, weil ich nicht wollte.
Sondern, weil meine Rückkehr – gesund, tragfähig, stabil – offenbar nicht ins Konzept passte.
Seit meinem Dienstunfall vom 23.03.2021 stand ich dauerhaft unter Druck.
Ich habe immer wieder versucht, zurückzukehren.
Aber jedes Mal, wenn ich mich auf den Weg gemacht habe, wieder da zu sein –
folgte eine Maßnahme, die mich psychisch erneut aus der Bahn warf.
Kaum hat man den Versuch der Stabilisierung gestartet – kam der nächste Schlag.
Statt Vertrauen: Kontrolle.
Statt Wiedereingliederung: neue Eskalation.
Ein System, das nicht gesund machen will – sondern mürbe.
Sieben amtsärztliche Untersuchungen. Keine nachhaltige Fürsorge. Kein einziges BEM. Keine tragfähige Lösung.
Ich habe immer wieder gesagt: Ich will arbeiten.
Aber: Es muss medizinisch verantwortbar sein.
Und ich habe klar gemacht: Ich bin Hinweisgeber. Ich darf sprechen. Ich darf Missstände benennen.
Was ich stattdessen erlebe, ist ein System, das mich klein halten will – mit Maßnahmen, die so wirken wie disziplinarische Sanktionen, aber bewusst nicht so benannt werden.
Ein rechtliches Vakuum. Ein Spiel mit der Angst. Ein Zermürben durch Andeutungen.
Und jetzt? Jetzt wird der Druck erhöht.
Ich erlebe gerade Maßnahmen im Sofortvollzug – obwohl ex tunc, also rückwirkende Vollzüge, in diesem Zusammenhang gar nicht zulässig sind.
Das Verwaltungsrecht ist eindeutig.
Doch was ich erlebe, ist das Gegenteil von Rechtsklarheit.
Es ist Macht – nicht Recht –, die hier entscheidet.
Bis heute wurde keine einzige Disziplinarmaßnahme gegen mich ausgesprochen.
Warum nicht?
Weil ich mich korrekt verhalte.
Weil mein Verhalten rechtlich nicht zu beanstanden ist.
Weil ich nicht der bin, der hier Regeln bricht – sondern der, der auf Regelverstöße hinweist.
Ich bin bereit, meine Geschichte vollständig offenzulegen.
Ich werde meine medizinischen Berichte veröffentlichen. Diagnosen. Klinikberichte. Verlaufsschilderungen.
Nicht aus Sensationslust.
Sondern weil mir keine andere Möglichkeit bleibt, mich zu wehren –
außer durch vollständige Transparenz.
Um zu zeigen:
Ich bin durch den Dienst krank geworden.
Das wurde mehrfach bestätigt – durch Ärztinnen und Ärzte, durch Klinikberichte, sogar durch amtsärztliche Gutachten.
Alle benennen den Konflikt als klare Ursache.
Nur meine Vorgesetzten tun so, als gäbe es diesen Zusammenhang nicht.
Sie schließen die Augen – und handeln weiter, als trügen sie keine Verantwortung.
Ich stelle hiermit klar:
Meine Erkrankung ist nicht zufällig.
Sie ist eine direkte Folge der systematischen Ausgrenzung, der wiederholten Kränkungen, der institutionellen Übergriffe, die mit dem Verhalten eines Schulleiters begannen – und längst von einem Ministerium gedeckt werden, das offenbar kein Interesse an Aufarbeitung hat.
Mehr noch:
Das Ministerium hat die bestehenden Konflikte massiv verschärft –
spätestens seit meinen Meldungen nach dem Hinweisgeberschutzgesetz:
intern am 6. Juli 2023, extern am 31. Juli 2023.
Erst seitdem erlebe ich die Macht der Verwaltung als existenzbedrohend.
Nicht als Dienstherr mit Fürsorgepflicht –
sondern als Apparat, der seine Kritik an der eigenen Struktur nicht duldet.
Was ich in den kommenden Wochen veröffentliche, ist unbequem.
Aber notwendig.
Nicht für mich allein – sondern für alle, die in diesem System noch hoffen, dass Gerechtigkeit möglich ist.
Fortsetzung folgt. Lies hier weiter: Mein Dienstunfall am 23. März 2021 – und was danach verschwand